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Traumstart der Paradelinie bringt Davos die 2:1-Führung
Der HC Davos hat erneut die Führung in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Kloten übernommen. Nach drei frühen Toren siegten die Bündner gestern zu Hause 3:2 und führen in der Best-of-7-Serie mit 2:1.
Von Kristian Kapp
Eishockey. – Am Ende drohte dem HC Davos das gleiche Ungemach wie in Spiel 1 der Viertelfinalserie. Erneut hatten die Bündner 3:1 geführt, erneut mussten sie das 3:2 hinnehmen und zittern. Der Unterschied zur Partie vom Dienstag: Die Flyers erzielten den Ausgleichstreffer trotz kurzer Druckphase in den letzten Minuten nicht, der Umweg zum Sieg via Overtime und Penaltyschiessen blieb Davos erspart.
Der HC Davos verteidigte die Führung, das Endresultat, das bereits knapp nach Spielhälfte feststand, geschickt. Die Kloten Flyers konnten weitgehend vom eigenen Tor ferngehalten werden, die wirklich guten Ausgleichschancen blieben rar. Nur zwei Vorwürfe mussten sich die Blau-Gelben gefallen lassen. Einerseits verlegten sie sich phasenweise etwas zu sehr aufs Verwalten des Resultats: So gelang Josef Marha im dritten Abschnitt erst nach knapp 55 Minuten der erste Davoser Schuss bei numerischem Gleichstand auf Klotens Goalie Ronnie Rüeger. Andererseits enttäuschte das Davoser Überzahlspiel für einmal auf der ganzen Linie. Trotz guter Gelegenheiten, die die Flyers mit teilweise nicht wirklich notwendigen Fouls präsentierten, gelang dem HC Davos kein einziges Powerplay-Tor. Ärgerlich aus Davoser Sicht war dies insbesondere zwei Mal: als Verteidiger Félicien Du Bois eine 4-Minuten-Strafe kassierte (23. bis 27. Minute) und als in der Schlussphase während 78 Sekunden gleich zwei Klotener auf der Strafbank sassen.
Starke Goalies
So reichten dem HC Davos zum Sieg am Ende drei schnelle Tore sowie ein noch offensiv geführtes Mitteldrittel, als eine Vorentscheidung in Form einer 3-Tore-Führung durchaus möglich gewesen wäre. Je 14 Schüsse feuerten die beiden Teams im Mittelabschnitt auf die Torhüter ab, wobei nur Klotens Topskorer Tommi Santala sich als Torschütze freuen konnte. Besonders bitter war die Szene für Leonardo Genoni, der sich zwischen den Beinen erwischen liess. Nur Sekunden vorher hatte der Davoser Torhüter gegen Denis Hollenstein sowohl einen Schuss als auch den Nachschuss mirakulös gehalten und für die beiden spektakulärsten Paraden des Abends gesorgt. Weil auch Genonis Gegenüber Ronnie Rüeger sich mehrfach gut in Szene setzte, blieb das Skore angesichts der beiden offensiv agierenden Mannschaften verhältnismässig tief.
Der HC Davos konnte sich am Ende über einen knappen, aber nicht unverdienten Sieg freuen. Zufrieden konnte er feststellen, dass die erwarteten Korrekturen nach der 4:7-Niederlage in Spiel 2 in Kloten am Donnerstag gelungen waren. Lauf- und Kampfbereitschaft waren vor allem in der Startphase tadellos, die defensive Disziplin ebenfalls, die Klotener Gegenwehr ganz zu Beginn hingegen mysteriös, weil nur sporadisch vorhanden.
Drei Shifts, drei Tore
So gelang der Davoser Paradeformation das, was mit viel Untertreibung mit Auftakt nach Mass umschrieben werden kann. In jedem ihrer ersten drei Einsätze erzielte das Quintett ein Tor, und sowohl die beiden Verteidiger Beat Forster und Alan Tallarini als auch jeder aus dem Sturmtrio Dario Bürgler/Reto von Arx/Petr Taticek war mindestens an einem Treffer beteiligt, wobei die drei Angreifer je einen Treffer beisteuerten.
Weil Verteidiger Beni Winkler per Weitschuss mitten in die Davoser Festspiele traf, stand es nach gut sieben Minuten 3:1. Die Fortsetzung des munteren Toreschiessens vom Donnerstag schien da noch nicht ausgeschlossen. Die allgemeine Effizienz zu jenem Zeitpunkt war bemerkenswert: Beide Teams hatten nur je einen Schuss abgegeben, der nicht im Tor landete. Das änderte sich in der Folge grundlegend. Interview 5. Spalte
News vom 14.03.2010 |
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