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Der HC Davos verliert trotz starker Defensivleistung
Zwei individuelle Fehler haben gestern zur 1:2-Niederlage des HC Davos in Kloten geführt. Die «Flieger» glichen mit diesem Erfolg in der Playoff-Viertelfinalserie zum 2:2 aus. Die fünfte Begegnung findet schon morgen in Davos statt.
Von Hansruedi Camenisch
Eishockey. – «Wir werden es den Bündnern nicht einfach machen, sie herausfordern, sie schlagen und damit Revanche für die 2:3-Niederlage vom letzten Samstag nehmen»: So lautete die Kampfansage von Klotens Stürmer Denis Hollenstein im gestrigen Matchprogramm. Der junge Flügelstürmer sollte Recht bekommen. Die Zürcher verdienten sich den knappen Sieg, weil sie – als Heimklub und in der Playoff-Serie in Rückstand liegend – logischerweise mehr fürs Spiel tun mussten und auch taten.
Der Beginn des Partie erinnerte an das letzte Finalspiel in der vergangenen Saison. Auch damals begannen die «Flieger» in der Kolping-Arena druckvoll, auch in jener Partie gingen aber die Davoser in Führung, doch am Schluss bestand der entscheidende Unterschied zu jener Partie im Frühling darin, dass diesmal die «Flieger» mit dem selben Resultat von 2:1 das bessere Ende für sich behielten.
Klotens Sturmlauf, HCD-Führung
8:1 zugunsten der Platzherren lautete gestern nach neun Minuten das Schussverhältnis. Die beste Chance vergab Tommy Santala mitten im Slot. Er scheiterte genauso an Leonardo Genoni wie seine Teamgefährten. Der HCD-Goalie hielt seine Mannschaft mit mehreren Paraden im Spiel. Er wirkte während der ganzen Partie auffällig ruhig und überzeugte mit seinem ausgezeichneten Positionsspiel.
Klotens Torhüter Ronnie Rüeger wurde erst nach 6:46 Minuten erstmals geprüft beziehungsweise beim Schuss von Marc Wieser leicht getestet. Klasse war hingegen, wie Petr Taticek die Bündner in Führung schoss (15.). Der HCD-Tscheche wartete im Powerplay, von Dario Bürgler ideal angespielt, extrem lange, bis Rüeger eine Bewegung machte – und dann schoss Taticek unhaltbar ein.
Details entschieden danach im Mitteldrittel die vierte Playoff-Viertelfinalpartie für die Zürcher. Mit einem fatalen Fehlpass in der Offensivzone leitete Daniel Carbis das 1:1 ein. Mark Bell fing den Puck ab, worauf Marcel Jenni den Rest besorgte. Dem Torschützen kam noch zugute, dass HCD-Verteidiger René Back im dümmsten Moment ausrutschte. Ausgezeichnet verhielten sich die Davoser auch gestern wieder im Boxplay. Einzig in doppelter Unterzahl vermochten sie den entscheidenden Gegentreffer nicht zu verhindern. Kimmo Rintanen traf mittels Direktabnahme haargenau und für Genoni absolut unhaltbar. Nachdem bereits Back auf der Strafbank sass, hatte sich Oliver Setzinger mit einem unglücklichen und von den Refs hart geahndeten Ellbogencheck eine weitere Davoser Strafe eingehandelt.
Nur der erste Block torgefährlich
Diese Aktion passte ins Bild des Auftritts nicht nur von Setzinger, sondern der gesamten Davoser Ausländerlinie. Dem Trio Setzinger, Josef Marha und Daniel Widing gelang kaum etwas. So lag praktisch die ganze (Angriffs-)Last auf der ersten Reihe. Sie sorgte nicht nur für das einzige Tor der Bündner, sondern beklagte auch noch Pech, als Dario Bürgler in der 48. Minute nur die Latte traf. Insgesamt schaffe es das Team von Arno Del Curto jedoch nie, die Klotener während längerer Zeit richtig unter Druck zu setzen. Ein vehementer Endspurt wäre jedoch nötig gewesen, um in der Zürcher Abwehr Fehler zu provozieren. In der Schlussphase peilten die Bündner zwar den Ausgleich noch mit einem sechsten Feldspieler an Stelle von Genoni an, doch richtig gefährlich wurde es vor Rüeger nicht mehr.
Wer auswärts nur zwei Tore kassiert, schafft generell eine gute Basis für einen Sieg, doch die Offensivleistung des HCD war gestern nicht gut genug. Gute Noten verdiente sich die Mannschaft hingegen trotz der Niederlage im Defensivverhalten. Deshalb ist klar, wo die Davoser morgen Abend zu Hause in der fünften Begegnung innert neun Tagen den Hebel ansetzen müssen.
News vom 17.03.2010 |
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