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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    2678 Zahl wiederholen

    08.09.2010 22:08
    sabiiii
    Happy Birthday Nino, René!!!!!
    L g Sabii

    08.09.2010 20:59
    hcdfan
    gratuliere rene und nino!!
    het eber vo euch step up 3 scho gseh???

    08.09.2010 18:27
    fan83
    sektor k2.aber pauke isch keini ir halle.dörfemer ni ine neh

    08.09.2010 15:12
    hcd-4-ever
    gratuliara zum b-day rené und nino!

    08.09.2010 14:48
    Hergiswiler HCD
    ja voll am negschte Samischtig würd ebe gah wen ich wüsst i wellem sektor..
    Wi ll ich will voll debi sie wo pauke und so sind

    08.09.2010 14:47
    Hergiswiler HCD
    Hey cha mer eine sege wo die rictige Fans Hocked (Stönd) am match gege ZSC???
    Well e sektor und so..
    Merci

     
     
    News
    «Ich könnte nicht gegen Davos spielen»

    Nach neun Jahren Davos verlässt Josef Marha den HCD. Der Tscheche ist mit vier Titeln und sechs Finals der erfolgreichste NLA-«Söldner» aller Zeiten. Dennoch blieb der Mittelstürmer – trotz Meistertor 2005 – stets im Hintergrund.

    Mit Josef Marha sprach Kristian Kapp

    Josef Marha, ist das Ausscheiden im Viertelfinal gegen die Kloten Flyers vor einer Woche verdaut?

    Josef Marha: Natürlich, es ist ja nur Eishockey, und ab und zu verlierst du. Es war so knapp, wir konnten uns nichts vorwerfen. Erinnern Sie sich noch an das siebte Finalspiel letzte Saison in Kloten, als wir Meister wurden? Wir führten 2:1 und brachten das Resultat über die Zeit, ohne im letzten Drittel überhaupt einmal über die Mittellinie zu kommen. Letzten Samstag hätte hingegen niemand etwas sagen können, wenn wir alleine im Mitteldrittel vier oder fünf Tore geschossen hätten. Es ist eine feine Linie zwischen Sieg und Niederlage. Und wissen Sie was? Es ist mir lieber, dass wir den Final gewannen und Kloten den Viertelfinal.

    Letzten Samstag nach der letzten Partie wollten Sie keine Interviews geben und schritten wortlos von dannen ...

    Was hätte ich sagen sollen? Ich war traurig. Es war nach neun Jahren in Davos mein letztes Spiel.

    Sie waren für Medien nach Niederlagen grundsätzlich kein «einfacher Fall» ...

    War das so?

    «Niemand hat das Recht, wütend auf uns zu sein»

    Ja, es schien, als wäre für Sie jede einzelne Niederlage die schlimmste überhaupt gewesen. War denn Ihre letzte mit dem HCD die schlimmste?

    Nein, es gab eine schlimmere: Als wir 2003 im Final gegen Lugano mit 2:0 Siegen führten und in Spiel 3 fünf Minuten vor Schluss mit 3:2 vorne lagen und wegen dreier später Tore 3:5 unterlagen. Wir hatten keine Chance mehr und verloren die nächsten drei Spiele ebenfalls. An dieses Spiel kann ich mich noch heute genau erinnern, an den Fehler vor dem 3:3-Ausgleich, einfach an alles.

    Nun ist alles vorbei, Sie kehren in Ihre tschechische Heimat zurück. Was geht in Ihnen vor?

    Wir hätten gerne die Serie gegen Kloten gedreht. Wir können uns aber nichts vorwerfen. Wir hatten viele Junge im Team, gewichtige Ausfälle und mit Sandro Rizzi und Dino Wieser zwei wichtige Spieler, die handicappiert waren und nur dank schmerzstillender Spritzen spielen konnten. Niemand hat das Recht, wütend auf uns zu sein. Wir sind keine Roboter.

    Bevor Sie 2001 zum HC Davos stiessen, spielten Sie sechs Jahre lang in Nordamerika. Sie werden also nach 15 Jahren wieder in der Heimat in Tschechien leben. Wird das nicht seltsam?

    Ich glaube nicht. Ich wohne rund 50 Minuten Autofahrt von Prag entfernt, der Lebensstandard dort ist vergleichbar mit der Schweiz.

    Haben Sie nie daran gedacht, für immer in der Schweiz zu bleiben?

    Mein Sohn wird jetzt eingeschult, das ist einer der Hauptgründe, weshalb wir zurückkehren. Wenn er hier eingeschult würde ... (überlegt) Ich weiss nicht, vielleicht wären wir dann nie mehr zurück. Aber ich sehe das Ganze nicht als Abschied. Davos ist nicht weit; wenn ich ins Auto steige, bin ich in fünf Stunden hier. Und ich werde immer wieder zurückkehren.

    Dann muss ich Sie nicht fragen, was Sie an der Schweiz vermissen werden?

    Nein, ich werde nichts vermissen, da ich immer wieder hier sein werde.

    Wann fiel Ihr Entscheid, gerade jetzt Schluss zu machen?

    Vor neun Jahren, als ich hierherkam.

    Ach was ...

    Doch, das ist so. Hier ist mein Telefon, rufen Sie meine Frau an, sie wird es Ihnen bestätigen. Ich sagte immer, 34 ist das Alter, in dem für mich Schluss sein wird. Im Juni werde ich 34.

    34 ist ja kein Alter. Sie haben bestimmt Angebote, jetzt, da Sie Ihren Vertrag in Davos nicht verlängert haben.

    Ja, ein paar aus der tschechischen Liga. Aber die Chance ist gross, dass ich nicht mehr Eishockey spielen werde.

    Es heisst, Sie kommen für den Spengler Cup wieder nach Davos und bleiben bis Saisonende als Ersatzausländer ...

    Ja? Keine Ahnung. Das kommt wirklich darauf an, was ich zu Beginn der nächsten Saison machen werde.

    Ich nehme an, Ihr Telefon klingelt auch wegen Angeboten von NLA-Klubs ...

    Nein.

    Kein einziges Angebot?

    Nein, kein einziges. Kommen Sie schon, Sie wissen doch, dass ich kein grosser Skorer bin.

    Na und? Sie waren dennoch erfolgreich.

    Aber wer will in der Schweiz schon einen Ausländer, der nicht viele Skorerpunkte macht?

    «Wer will schon einen Ausländer, der nicht skort?»

    Gut, dann spielen Sie halt nur noch rein offensiv ausgerichtet, zudem erschummeln Sie sich dann und wann ein paar Skorerpunkte. Das ist alles kein Problem in unserer Liga. Andere machen sich so zum Liga-Topskorer ...

    Wenn es wirklich sein müsste, könnte ich das machen, da haben Sie Recht. Aber ich will das nicht. Und es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb ich nicht bei einem anderen NLA-Klub landen werde.

    Und der wäre?

    Ich könnte nicht mit einer Schweizer Mannschaft gegen Davos spielen. Unmöglich. Vielleicht mit einem tschechischen Team am Spengler Cup, aber nicht in der Meisterschaft mit einem Schweizer Team. Das ist eine Herzangelegenheit, ich könnte das einfach nicht. Sie können sicher sein, ich werde bei keinem anderen Schweizer Klub unterschreiben.

    Was nehmen Sie mit aus Davos?

    Keine einzelnen Dinge, sondern das Gesamtbild. Und wenn Sie wollen, dass ich Ihnen dieses jetzt detailliert beschreibe, dann sitzen wir noch mindestens eine Woche lang an diesem Tisch. Sagen wir es so: In Davos lieben die Leute das Eishockey. Ja, sogar mehr als das Skifahren.

    Wissen Sie, dass Sie der erfolgreichste Import-Spieler der Schweizer Playoff-Geschichte sind?

    Bin ich das?

    Ja, Sie haben vier Titel gewonnen und standen zudem zwei weitere Male im Final. Beides sind Höchstwerte. Und Sie haben 17 Ihrer 22 Playoff-Serien gewonnen, die meisten anderen haben negative Bilanzen.

    Okay. Dann muss ich in dem Fall über 100 Playoff-Spiele bestritten haben.

    Das haben Sie: 125 waren es.

    (lacht) So habe ich das nie angeschaut. Das sind verdammt viele. Aber es ist auch nicht wirklich wichtig. Wichtig war immer nur das Team. Darum hatten wir auch Erfolg.

    Und trotzdem waren Sie nie ein Kandidat für den Liga-MVP ...

    Der wird hier ausgezeichnet?

    Ja. Ihr Teamkollege Reto von Arx gewann diesen Titel drei Mal ...

    ... und er hat es verdient.

    Wollen Sie mir weismachen, dass Sie nicht mitbekommen haben, dass auch die NLA den «wertvollsten Spieler» auszeichnet?

    Mich hat nie interessiert, was die Medien übers Eishockey schreiben.

    Auch im SF DRS kommt, zumindest hin und wieder, Eishockey ...

    Wir schauen zu Hause kaum fern. Unser TV ist so eingestellt, dass nur News-Kanäle zu empfangen sind. Auch wegen meines siebenjährigen Sohnes. Er darf nur ausnahmsweise die anderen Sender schauen.

    Warum?

    Schauen Sie doch, was zum Beispiel auf den privaten deutschen Sendern läuft. Wenn du als Kind mit diesen Sendungen aufwächst, verblödest du ja. Ich will lieber, dass er raus geht und zum Beispiel Sport treibt.

    Ganz können Sie die Medien als Eishockey-Profi ja nicht ausblenden.

    Natürlich, die Medien gehören dazu. Wenn ich mich aber recht erinnere, sind Sie der Einzige, der mich in diesen neun Jahren in Davos mehrmals zum Interview bat. Und das war mir auch recht. Ich habe jetzt plötzlich Anfragen von Leuten, die zuvor nichts von mir wissen wollten. Teilweise habe ich abgesagt. Ich brauche das einfach nicht. Ich habe hier kein Image in der Öffentlichkeit, weder ein positives noch ein negatives. Und das ist mir recht. Ich bin froh, musste ich dieses Spiel nicht mitmachen. Medien kreieren Helden, können aber auch Karrieren zerstören.

    Es hätte aber auch Sie geehrt, einmal zum «Wertvollsten» gewählt zu werden.

    Klar, jeder wäre geehrt. Aber dann wiederum ist das doch völlig egal.

    Warum?

    Eine Gegenfrage: Wer erfand die Glühbirne?

    Edison.

    Wann war der Zweite Weltkrieg?

    1939 bis 1945.

    Und jetzt nennen Sie mir alle eingesetzten Ausländer des «Grande Lugano» in chronologischer Reihenfolge.

    Da müsste ich überlegen.

    Sehen Sie. Weil es keine Rolle spielt. Wenn, dann erinnert man sich höchstens daran, wie gut der HC Lugano damals in den Achtzigern war. Und das wird auch mit dem HC Davos so sein. Glauben Sie ernsthaft, man wird in zehn oder 15 Jahren von mir reden?

    Was machte denn den Erfolg des HCD aus? Sie erreichten sechs Mal den Final, trotz immer ausgeglichenerer Liga.

    Wir hatten einen harten Kern, der immer dabei war und der vor allem immer bereit war, wenn es darauf ankam. Es geht nicht um die einzelnen Spieler, ob Reto von Arx oder ich oder wer auch immer ein besserer Torschütze ist als andere. Es geht darum, so einen Kern zu haben. Erinnern Sie sich an die Szene letzten Samstag in Kloten, als wir das entscheidende Gegentor zum 2:3 kassierten?

    «Mein Image ist weder positiv noch negativ»

    Ja, Jan von Arx und Sandro Rizzi warfen sich in einen angetäuschten Schuss, lagen am Boden, dann kam statt dem Schuss aber ein Pass, und es fiel das Tor.

    Genau. Vielleicht war es da ein Fehler, «abzuliegen». Aber für das ganze Bild liefert genau diese Szene die Wahrheit. Die beiden warfen sich in den vermeintlichen Schuss, weil sie unbedingt ein Tor verhindern wollten. Genau diese beiden Spieler gehören seit Jahren auch zu diesem Stamm, die immer bereit sind, die immer gewinnen wollen. Jan als Verteidiger hat in all den Jahren unzählige Schüsse geblockt, auch darauf kommts an.

    Dieser Stamm wird irgendwann einmal Vergangenheit sein. Marc Gianola ist zurückgetreten, Sie gehen, der Rest wird auch nicht jünger.

    Ja, und es hat jetzt nicht mit Prahlerei zu tun, aber diesen Kern zu ersetzen, wird auch in Davos schwer sein. Obwohl ich ein gutes Gefühl habe für die Zukunft des HCD. Jetzt sind junge Spieler wie zum Beispiel ein Joggi oder ein Sciaroni gekommen. Man muss sie jetzt schon unter Druck setzen und ihnen Verantwortung auftragen. Nehmen Sie Detroit in der NHL. Die sind seit Jahren erfolgreich, ohne kreuz und quer die besten Spieler einzukaufen. Das geht schon.



    News vom 28.03.2010
     
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