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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    1581 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Gery Diethelm - Vom Spitalbett auf den Präsidentensessel

    Gery Diethelm (links) diskutiert mit IIHF-Präsident Günther Sabetzky.

    Gery Diethelm und Arosa-Präsident Peter Bossert (rechts) verraten sorgenvolle Mienen.

    Die "Viererbande" (v.l.): Beat Villiger, Erwin Bolliger, Gery Diethalm, Fredy Gfeller und Klubsekretär Josias Feldmann.

    18 verschiedene Präsidenten (bis 1996) haben in der 75jährigen (1996) Geschichte die Geschichte des HC Davos geleitet, nur zwei in den letzten 14 Jahren, die allerdings unterschiedlicher kaum hätten sein können. Mit Gery Diethelm wurde 1982 ein Mann mit Akklamation an die Spitze des Vereins gewählt, der eine reiche Erfahrung als Aktiver und Funtkionär mitbrachte. Er trat 1948 als Junior dem HCD bei, spielte von 1953 bis 1966 in der ersten Mannschaft und erhielt zehn Aufgebote für die Nationalmannschaft. In der Saison 1975 war er Trainer des Klubs, und vor der Einnahme des Präsidentensessels amtierte er als Vizepräsident. Praktisch nur vom Hörensagen kannte hingegen sein Nachfolger Werner Kohler das Eishockeymetier, als er 1989 die Fäden des darbelnden Traditionsklubs in die Hände nahm - als erster Unterländer übrigens. Diethelm wirkt glaubhaft, wenn er beteuert, das Präsidentenamt beim HCD nie gesucht zu haben. Die Weichen dazu wurden weder in einer Eishalle noch anlässlich einer Vorstandssitzung gestellt, sondern im Krankenhaus. Dort erholte sich der damalige Klubboss Jürg Guyan von einem Herzinfakt, während im selben Spital sein Vize Gery Diethelm mit einem Lungeninfakt im Bett lag.

    "Du bist gesünder als ich", begründete damals Guyan seinem Nachfolger die Amtsübergabe, die Ende August anlässlich der Generalversammlung vollzogen wurde. Im Gegensatz zur kränkelnden Führung war der HCD gesund. Der Kassier wies an besagtem Abend einen Reingewinn von 4000 Franken aus. Und sportlich hatte der HCD die vorangegangene Saison 1981/82 auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Als Baumeister machte sich im Hintergrund TK-Chef Fredy Bosch verdient. Mit unermüdlichem Einsatz und geschickter Verhandlungstaktik gelang es ihm, sowohl erstklassige Trainer - zum Beispiel Paul-André Cadieux und Dan Hobér - als auch wichtige Spieler - etwa Richi Bucher, Enrico Triulzi, Fausto Mazzoleni, Jörg Eberle und Christian Weber - nach Davos zu holen. In minuziöser Kleinarbeit legte sich Bosch Statistken aller Nationaliga-Spieler und aller wichtigen 1.-Liga-Akteure an. Bei den Verhandlungen mit den HCD-Kandidaten achtete er nicht nur auf deren läuferisches und stocktechnisches Können. Aussagekräftig war für ihn bei den Gesprächen, wie sein Gegenüber in die Speisekarte blickte. Wer die HCD-Spesenkasse mit den teuersten Gerichten strapazierte, verriet einen zweifelhaften Charakter und geriet bei Bosch rasch ausser Traktanden. Als Bosch, der pro Saison für sein Hobby zwischen 700 und 900 Stunden aufwendete, 1984 zurücktrat, übernahm Diethelm zum Präsidentenamt auch noch die meisten Aufgaben des TK-Chefs. So spürte er am eigenen Leib den Wahrheitsgehalt des Spruchs "Meister werden ist nicht schwer, zu sein dagegen sehr." Während sich Davos Mitte der achziger Jahre beinahe "zu Tode siegte" und dadurch die Zuschauerzahlen zurückgingen, rüsteten andere, allen voran der HC Lugano, gewaltig auf. Der Wind blies Diethelm nach den Meisterjahren bei der Suche von Trainern und Spielern immer kühler ins Gesicht. Gegen aussen trat als Führungsinstrument immer das Kollektiv auf. "Viererbande" taufte ein Journalist die Crew mit Diethelm als Präsident, Beat Villiger als offiziellem TK-Chef, Erwin Bolliger als Pressechef und Fredy Gfeller als Finanzchef. Den fünften im Vorstand, Hans-Peter Sumi, unterschlug er schlichtweg. Innerhalb der Klubleitung bestimmte allerdings der kantige Diethelm die Richtung. Als Leitplanken seiner Politik dienten das Jahresbudget und das Motto, dass man nicht mehr ausgebe, als irgendwie auch wieder in die Kasse hineinfliesse. An vorderster Front kämpfte der HCD-Präsident deshalb in der Nationaliga für eine Plafonierung der Spielersaläre. Die Idee war gerade für einen Klub wie Davos ohne finanzkräftigen Mäzen im Hintergrund gut gemeint. Im Endeffekt erwiesen sich Diethelms diesbezügliche Bemühungen aber als Eigentor. Bei Transfergesprächen zeigten die Spieler wenig Lust, ausgerechnet mit jenem Mann zu verhandeln, der sich darum bemühte ihre Gehälter zu drücken. Er blieb seiner konsequenten Linie dennoch treu. Diethelm erinnert sich an eine dafür typische Episode: "Ich fuhr von Davos mit dem Auto 180 km weit, um einen möglichen künftigen HCD-Spieler zu treffen, der zu jenem Zeitpunkt noch nie Nationaliga-Eis unter seinen Füssen hatte. Der junge Akteur offenbarte mir zu Beginn des Gesprächs, dass er unter einem Fixum von 60 000 Franken gar nicht erst diskutieren wolle. Darauf habe ich der Serviertochter die beiden Kaffee bezahlt und bin nach Hause zurückgekehrt."

    Den Niedergang des HCD konnte Diethelm trotz seiner Geradlinigkeit nicht aufhalten. Unter seiner Führung wurde in Davos mit Glen Williamson der erste vollamtliche Nachwuchstrainer angestellt. Das Reservoir an eigenen talentierten Junioren erwies sich aber zu klein, um die Abgänge mehrerer Stammspieler zu kompensieren. Dazu gesellten sich Probleme auf der Trainerebene. Auf Druck der Medien entliess Diethelm Ende 1988 Jozef Golonka. Als Folge davon verfasste der Präsident damals selber auf Ende des Vereinsjahres sein Demissionsschreiben."Es war ein Fehler, dass ich damals nicht sofort zurückgetreten bin", sagt er rückblickend. Statt dessen führte der den Verein weiter bis zum bitteren Saisonende, das hinab in die Nationaliga B führte. Während der beiden letzten Partien in der obersten Spielklasse coachte er die Mannschaft nach der Entlassung von Ron Wilson in Martigny und Zürich persönlich an der Bande. Damals hätte er sich einen grösseren Zusammenhalt zwischen Vorstand und Team gewünscht, blickt er heute zurück. Vorwürfe macht er aber niemandem. Während seiner Präsidialzeit plädierte er stets für eine klare Aufgabenteilung: "Der Vorstand leitet den Klub, und die Spieler sollen sich um ihre Belange kümmern." Diethelm blieb dieser Devise konsequent treu.

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