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Jacques Soguel: ein Leben für den HCD. |
| Diese Episode ist typisch für den Stürmer, für seine gewissenhafte Einstellung, für seinen Siegeswillen. Der Davoser ist sich selber stets treu geblieben, ob er nun dem Meistertitel oder in den Niederungen der 1. Liga dem Puck nachjagte. Während 17 Jahren spielte Jacques Sougel in der ersten Mannschaft des HC Davos. Die genaue Anzahl seiner Einsätze kennt er heute selber genau so wenig wie jene der erzielten Tore. Über 500 mal trug er das HCD-Leibchen, wobei er mehr als 200mal als Torschütze jubelte. Persönliches Prestige zählte für ihn nie viel, stets stand die Mannschaftsleistung im Mittelpunkt. Trotz seiner Bescheidenheid gehörte Jacques Sougel zu den Baumeistern der letzten ganz grosse HCD-Efolge. Schon 1979 spielte er eine tragende Rolle in der Mannschaft, als Davos den Aufstieg in die Nationaliga A schaffte. Als Captain durfte er 1984 und 1985 den Schweizer Meisterpokal entgegennehmen. Später bekannte er auch in schwarzen Zeiten Farbe zum HCD. Er war beim frein Fall in die 1. Liga dabei, zimmerte darauf aber auch wieder an der Renaissance. Mit dem Wiederaufstieg in die Nationaliga B sah er im Frühling 1991 den Zeitpunkt für seinen Rücktritt gekommen - nicht ohne eine gewisse Genugtuung.<<Ein Aufstieg zeigt immer, dass man in einer Liga vorne dabei ist. Geschenkt haben wir auch in der 1. Liga nichts bekommen. Diese Promotion hat uns gleich viele Schweisstropfen gekostet, wie früher der Gewinn des Schweizer Meistertitel.>> Zwischen 1982 und 1985 galt Jacques Sougel, der während seiner ganzen Karriere als Center oder linker Flügel spielte, als bester Stürmer mit Schweizerpass. Seine Stärken waren bekannt - oder je nach Standpunkt des Beobachters gefürchtet: ausgezeichnetet Schlittschuhläufer, gefährlicher Goalgetter, aber auch Spielmacher mit grossen technischen Fertigkeiten am Stock. Kein Wunder, dass ihm auch ausserhalb der Landesgrenzen Respekt entgegengebracht wurde. Schon 1976 wurde er als erster Schweizer Spieler von einem Team der weltberühmten National Hockey League gedraftet. Die St. Louis Blues hatten das Vorkaufsrecht. Auf internationaler Ebene gelang Jacques Sougel 1981 der Durchbruch. An den B-Weltmeisterschaften in St. Ulrich sicherte sich der Modellathlet einen Stammplatz in der Nationalmannschaft. 1986 schaffte er mit der Schweiz den Aufstieg in die WM-A-Gruppe. Jacques Sougel bestritt insgesamt 81 Länderspiele. Obwohl er international selten sein optimales Rendement erreichte, schoss er 21 Tore für die Schweiz. Wegen seiner grossen beruflichen Belastung zog er sich schon früh aus dem Nationalteam. Nicht selbstverständlich war Jacques Sougels Klubtreue. Ein Spieler seiner Klasse wurde zeitweise von der ganzen Eishockey-Schweiz gejagt. Allen verlockenden Angebote zum Trotz habe er sich eigentlich nie richtig vorstellen können, für einen anderen Verein zu spielen, bemerkt er dazu. Rückblickend bereut der Stürmer, der 1989 zum Ehrencaptain des HC Davos befördert wurde, seine Klubtreue nicht. "Anderswo hätte ich mehr auf die Karte Eishockey gesetzt. In Davos hingegen habe ich stets im Beruf voll gearbeitet. So hatte ich gar nie Zeit, über Enttäuschungen im Eishockey lange nachzugrübeln. Und handkehrum konnte ich Frust aus dem Beruf auf dem Eis abreagieren. Bis zuletzt habe ich am Eishockey immer Spass gehabt." |