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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    4311 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Lance Nethery - Die Tormaschine

    Lance Nethery: der Schwerarbeiter.

    Nachdem der HC Davos mitte März 1983 die Verpflichtung von Lance Nethery veröffentlicht hatte, schrillten bei Präsident Gery Diethelm und TK-Chef Fredy Bosch die Telefonglocken. Ob sie eigentlich den Verstand verloren und überhaupt noch alle Tassen im Schrank hätten, erkundigten sich erboste und gleichsam besorgte HCD-Fans. Ausgerechnet ein "namenloser Kanadier", der es in Deutschland nicht einmal für die erste Bundesliga geschafft hatte, sollte zu Meisterehren schiessen. Tatsächlich stürmte Nethery nach seinem Wechsel nach Europa in Duisburg nur in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Dort gewann er allerdings die Skorerwertung mit 72 Toren und 84 Assists übelegen. Das Gruseln hatte er die Torhüter zuvor schon in seiner Heimat gelehrt. Im College schaffte sich der studierte Wirtschaftswissenschaftler den Übernahmen "The scoring Machine", die Tormaschine. Und selbst bei seinen nur 55 NHL-Einsätzen für die New York Rangers und die Edmonton Oilers hatte er es auf 16 Tore und 14 Assists gebracht.

    All dieser vielversprechenden Zahlen zum Trotz stieg die Skepsis der HCD-Anhänger nach Netherys ersten Eistrainings an seinem neuen Arbeitsort noch. Sein Laufstil wirkte im Vergleich zu jenem seines wirbligen Vorgängers Kelly Kisio hölzern und schwerfällig. Es dauerte aber nicht lange, bis Nethery die Fans auf seine Seite brachte. Als Schwerarbeiter, der seine Aufgabe im Rahmen des taktischen Konzepts zu erfüllen suchte, wurde er rasch zu einer wertvollen Teamstütze. Er leistete viel für die Defensive und den Spielaufbau. Zudem scheute er keinen Zweikampf. Hinter dem Tor und in den Spielfeldecken rackerte sich de kanadische Mittelstürmer durch gegnerischen Schwerverkehr hindurch, um anschliessend genau im richtigen Moment gut postierte Mitspieler zu bedienen oder den Angriff gleich noch selbst erfolgreich abzuschliessen.
    Die Mitspieler schätzen an Nethery neben seinen Kämpfer- und Goalgetterqualitäten auch seine aufgestellte, fröhliche und immer zu Spässen bereite Art. Trotz seiner Leaderqualitäten gab er sich nie als hochnäsiger Chef. In der Rolle des zugkräftigen Mannschaftsspielers fühlte er sich bedeutend wohler. Auf dem Eis gewann er hingegen die wichtigen Bullies und teilte jene Bodychecks aus, die ein Spiel "kehrten", das Feuer ins eigene Team brachten. Seinen uralten Trick wurde er auch beim HCD nicht los: Vor jedem Spiel und in jeder Pause isolierte der Kanadier seinen Stock neu. Während seiner fünf Jahre als Stürmer beim HCD klassierten sich die Bündner nie schlechter als im vierten Rang; die absoluten Höhepunkte waren die beiden Meistertitel Mitte der achziger Jahre. Die zwei folgenden schlimmen Saisons mit dem doppelten Davoser Absturz verfolgte Nethery aus Distanz, beim SC Herisau, wo er als Spieler eine neue und letzte Herausforderung suchte und fand. Der Rücktritt als Aktiver und die Rückkehr nach Davos als Trainer fielen ihm darauf im Frühling 1990 nicht schwer:"Ich dachte, es würde einfacher sein auf Stufe der 1. Liga in eine neue Aufgabe einzusteigen." Überzeugend wirkte auf den umgänglichen Kanadier schliesslich auch die umgekrempelte neue Klubführung, die eine sofortige Rückkehr in die Nationaliga anstrebte. Nethery erfüllte den Wunsch des Vorstandes und feierte damit selber einen Einstand nach Mass ins Trainergeschäft.

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