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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    4690 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Mats Waltin - Der Geradlinige und Mutige

    Mats Waltin erklärt Marc Gianola einen Spielzug.

    Mats Waltin und Egweny Popichin: die Denker an der Bande.

    Pierre Gutknecht: der Konditionstrainer


    Wladimir Myschkin: der Torhütertrainer

    Einen Glücksgriff machte HCD-Präsident Werner Kohler nach Netherys Absprung zum SC Bern mit der Wahl von Mats Waltin. Als Aktiver hat der 236fache Internationale - nur die Legenden Ronald Petterson und Sven "Tumba" Johannson bestritten mehr Länderspiele für Schweden - der bei Spitzenteams wie Djurgarden Stockholm oder Södertälje spielte, fast alles gewonnen. Er stand an acht Weltmeisterschaften und zwei Olympiaturnieren im Einsatz. An mehreren dieser Titelkämpfe wurde er genauso wie am Canada-Cup ins All-Star-Team berufen. Seine Visitenkarte hinterliess er als Spieler in der Schweiz. Nach drei Jahren und zwei Meistertiteln mit Lugano überzeugte er ab 1987 zwei Saisons lang als Denker und Lenker beim EV Zug, ehe er nach Schweden heimkehrte, wo er 1991 mit 38 Jahren seine Verteidigerkarriere beendete. Beim Abstieg von Södertälje aus der schwedischen Elite-Division sammelte Waltin als Assistent von Claes Göran Wallin und später Curre Lindström seine ersten Trainererfahrungen, ehe er nach Davos dislozierte. In jener Zeit habe er viel gelernt, sagt er rückblickend. Spieler, die nicht gut arbeiteten, hätten bei Södertälje trotzdem gespielt. Das habe auf die Stimmung gedrückt. Er zog daraus seine Schlüsse genauso wie aus der Arbeit all seiner Trainer, die er als Aktiver erlebt hatte. Waltin hat keinen von ihnen zum Vorbild genommen. Vielmehr schlug er seinen eigenen Weg ein:"Jeder Trainer sollte auch eigene Ideen, eine eigene, klare Linie haben. Er darf nicht einfach eine Rolle spielen."

    Das Vertrauen zahlte sich aus

    Diese unbeirrbare, teilweise schon fast sture Geradlinigkeit verhalf dem ruhigen, überlegten Waltin in Davos zum Durchbruch als Trainer. Er hielt in seinem ersten Herbst beim HCD konsequent an seinem Trainingskonzept fest, selbst als die Mannschaft nach acht Spielen mit nur sechs Punkten am Tabellenende der Nationaliga B herumturnte. "Trotz der Niederlage stellte ich im Team Fortschritte fest", erinnert sich der Schwede. "Deshalb war ich überzeugt, dass wir zum Erfolg finden würden." Zum Glück habe ihm in jener schwierigen Zeit der Klubvorstand das Vertrauen geschenkt. "Von den meisten andern Schweizer Vereinen wäre ich damals wohl entlassen und nach Hause geschickt worden." Das gegenseitige Vertrauen zahlte sich nicht nur Ende Saison mit dem Aufstieg in die Nationaliga A aus, sondern auch in der für den HCD allgemeinen Erkenntnis, dass Geduld und harte Arbeit zum Erfolg führen.
    Davos ist die Mannschaft von Saison zu Saison punktuell verstärkt worden. Bei der Wahl neuer Spieler machte der Schwede nie ein Geheimnis daraus, dass ihm ein guter Charakter wichtiger als nur Talent sei. Er begnügte sich auch nicht damit, sich auf seine Leistungsträger abzustützen. Ein grosses Verdienst erwarb sich Waltin in Zusammenarbeit mit Elite-Junioren-Trainer Ewgeny Popichin der zielstrebigen Förderung von Nachwuchsleuten. Unter ihrer Führung reiften beim HCD zahlreiche Talente wie Nando Wieser, Beat Equilino, Marc Gianola, Oliver Roth, Gian Marco Crameri, Andi Näser, Reto Stirnimann oder Ivo Rüthemann zu guten Nationaliga-A-Spielern heran. Die Bereitschaft des Schweden, seinen jungen Akteuren auch Verantwortung zu übertragen und sie nicht nur als Lückenfüller im Kader mitzuschleppen, sprach sich landesweit herum. Es war der Hauptgrund, dass sich im Frühling 1995 die beiden Langnauer Reto und Jan von Arx für den HC Davos entscheiden.
    "Ein Trainer muss Mut haben und das den Spielern zeigen", lautet eine von Waltins Maximen. "Es ist eine Trainerkrankheit, in wichtigen Phasen einfach auf die Erfahrensten zu setzen, auch wenn sie zu dieser Zeit gar nicht so gut spielten." Geradezu demostrativ schenkte der Trainer all jenen das Vertrauen, die ihmmit Einsatz und Systemtreue zurückzahlten. Extreme Beispiele lieferte er in den Aufstiegs-Play-off gegen Chur: In einer Drei-gegen-drei Situation liess er mit Erfolg das "Nachwuchstrio" Andy Egli, Andrea Häller und Oliver Roth gegen Marcel Wick, Michail Wassilijew und Harrijs Witolinsch antreten. Und nach Eglis verletzungsbedingtem Ausfall bildete er gar in den Play-off mit Häller und Reto Hafner ein Verteidigerpaar, das zuvor nicht einmal während der ganzen Saison einen Stammplatz gehabt hatte.

    Professionalität in alle Bereichen

    Bezüglich professioneller Einstellung führte Waltin den HCD in neue Sphären. Das Spektrum umfasste nicht nur die eigentliche Matchvorbereitung, sondern auch den gesamten Trainingsaufbau, die Ernährung und selbst die Gestaltung der Spielerkabine. Um so schwerer tat sich der Schwede bei gelegentlichen Rückfällen, wenn sich seine Spieler entgegen dem eingeübten Spielsystem auf dem Eis konzeptlos verhielten oder sich scheinbar kampf- und widerstandslos in Niederlagen fügten. Nach solchen Niederlagen sass bei Waltin die Enttäuschung jeweils tief. Dann bekundete er Mühe mit der selbstzufriedenen Schweizer Sportlermentalität. Den Tiefpunkt erlebte Waltin desbezüglich als kurzfristig eingesprungener Trainer der Schweizer Nationalmannschaft Anfang Mai 1995 mit dem Abstieg aus der A-Gruppe.

    Revolutioniertes Umfeld

    Am Ende der Saison 1995/96 verliess Waltin auf eigenen Wunsch den HCD. Im sportlichen Bereich hat er die Mannschaft während seiner vier Davoser Jahre in die oberste Spielklasse zurückgeführt und dort wieder salonfähig gemacht. Parallel dazu hat er das Umfeld im Klub geradezu revolutioniert. Auf seinen Wunsch hin hat der HCD nicht nur einen Assistenz-(Popichin), sondern auch einen Goalie-(Wladimir Myschkin) und einen Konditionstrainer (Pierre Gutknecht) vollamtlich engagiert. Man könne von den Spielern nicht nur immer mehr Professionalität bezüglich Engagement und Einstellung fordern. Um das zu verwirklichen, müssten eben auch die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, bemerkte Waltin zur Ausdehnung des Trainerstabs. Der Schwede hat in den letzten vier Jahren beim HC Davos, mehr bewegt als jeder seiner Vorgänger, auch wenn sein grösster Wunsch, der Gewinn des Meistertitels, nicht in Erfüllung gegangen ist.

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