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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    5523 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Der Niedergang

    Hans Pappa (Nr. 2), Werner Bassani, Hans Equilino und Sepp Weingartner verteidigen gegen die Basler Charly Pally und Marco Torriani.

    Reto Flury lässt das Eis stieben.


    Albert Maier und "Wädel" Dürst nehmen die Trophäe im Bündner Cup in Empfang.

    Mit Robertsons erster Zeit beim HC Davos - eine zweite folgte von 1976 bis 1978 - ging für lange Zeit der Höhenflug zu Ende. Die "weiche Welle"spülte den traditionsreichen Klub hinunter. Schon als 28jähriger trat Oskar Jenny zurück, der zusammen mit Jörg und Hans-Martin Sprecher die "Spaghetti-"-Linie der Dünnen gebildet hatte. Geradezu exemplarisch für den Stilwechsel beim HC Davos endete die Karriere von Hans Pappa. Der "Löwe von Davos" konnte sich mit dem tschechoslowakischen Trainer Jan Sobotkiewicz, einem exemplarischen Theoretiker und Methodiker, nicht anfreunden. Als zu grob und zu alt tituliert, fand sich Pappa unter dem Osteuropäer auf der Ersatzbank wieder. Der Niedergang des HC Davos zeichnete sich in den sechziger Jahren ab. Ab 1964 entgingen die Bündner dem Abstieg in die Nationaliga B jeweils nur knapp. Andere wie Ambri, Villars und die Grasshoppers waren die prominenten Opfer. Am 8. Februar 1969 gab es für den HCD aber kein Entrinnen mehr. An jenem Tag siegte der Zürcher SC in der Relegationsrunde in VIsp mit 9:3. Er sicherte sich mit diesem Kanterresultat definitv die Ligazugehörigkeit und verdammte gleichzeitig den HC Davos erstmals in dessen Klubgeschichte in die Nationaliga B. Der damalige Präsident Hans Heierling suchte nach den Gründen: "Jetzt muss natürlich ein Sündenbock her. Nichts ist leichter, als ihn in der Person von Trainer Vaclav Frvzek zu finden. Meiner Ansicht nach liegt die Schuld eindeutig bei der Mannschaft. Sie ist es, die versagt hat. Es fehlten ihr die Konzentrationsfähigkeit, der Spielwitz, sie war ganz einfach zu labil. Entscheidend dürfte jedoch gewesen sein, dass ihr Spielerpersönlichkeiten fehlten, die ihre Kameraden mitgerissen und beflügelt hätten." Im Laufe der vorangegangenen Jahre war die Davoser Spielerecke immer mehr ausgedünnt worden. Zahlreiche Akteure hatten finanziellen Verlockungen und beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten im Unterland nicht standgehalten. Aber auch die Mentalität in Davos hatte sich im Laufe der Zeit verändert.

    Aus dem Bergort war eine Stadt geworden mit dem entsprechenden Freizeitangebot, das aus den zähen und bedüfrnisarmen Berglern verwöhnte Jugendliche machte. Ausgerechnet in diese Zeit fiel beim HCD der Wechsel vom kampfbetonten kanadischen Eishockey in die technisch anspruchsvolle tschechoslowakische Schule. Die Warnrufe ehemaliger Davoser Spieler von dieser weichen Welle verschallten ungehört. Unverblümt tat "Watschga" Dürst dafür seine Meinung im Fachblatt "Sport" kund, als der Abstieg feststand: "Es hat sich in den letzten Jahren immer deutlicher gezeigt, dass wir in Davos nicht Theoretiker, sondern Praktiker als Trainer brauchen, welche sich nicht davor scheuen, wenn nötig auch hart zuzupacken. Früher haben wir gelitten, um erfolgreich zu sein. Heute wird Eishockey offensichtlich nur noch aus purem Vergnügen gespielt, Wir fühlen uns verraten durch die Art und Weise, wie ein Werk, für das wir jahrelang alle Opfer gebracht haben, preisgegeben wurde." Am Ende der ersten Nationaliga B-Saison fehlte dem HC Davos nur ein einziger Punkt zur sofortigen Rückkehr in die oberste Spielklasse. Auch im folgenden Jahr belegten die Bündner den zweiten Schlussrang. Um so grösser war der Schock, als sich der HCD in der Saison 1971/72 den Ligaerhalt erst über den Umweg der Relegationsrunde sichern konnte. Von Turbulenzen blieb der Klub während seines Nationaliga-B-Daseins in den siebziger Jahren auch sonst nicht verschont. Im vierletzten Spiel der Saison 1974/75 verliessen die Davoser auf Anweisung von Gery Diethelm das Eis vorzeitig. Der Trainer hatte diesen Schritt vorher mit Präsident Primo Rinaldi abgesprochen. Vor 3000 Zuschauern war Davos im Startdrittel gegen Zug mit 3:2 in Führung gegangen. Hernach wendeten die Innerschweizer jedoch das Blatt. Sie zogen ihrerseits auf 7:3 davon. Beim Stand von 4:7 kam es in der 55. Minute zum Eklat. Die Davoser verliessen das Eis und demonstrierten damit gegen die ihrer Meinung nach schlechte Schiedsrichterleistung. Die Refs brachen darauf die Partie ab. Gery Diethelm sah in dieser Massnahme die einzige Möglichkeit, auf die seiner Auffassung nach schon in vorangegangenen Partien festgestellte Benachteiligung des HC Davos hizuweisen. Der Verein verlor die Partie im nachhinein mit 0:5 forfait und wurde gleichzeitig stattlich gebüsst. Dass das Nationaliga-B-Dasein kein Hinderungsgrund für höhere Berufungen war, bewies Walter "Wädel" Dürst, ein Sohn von "Watschga". "Wädel" schuf sich als schlitzohriger, technisch ausgezeichnet beschlagener Mittelstürmer über die Landesgrenzen hinaus einen guten Ruf. Seine Torgefährlichkeit hatte der Center schon in der Saison 1971/72 bewiesen. Da erzeilte er für den HCD 27 von insgesamt 84 Meisterschaftstreffern oder beinah ein Drittel der ganzen Ausbeute. "Wädels" Qualitäten blieben auch dem Schweizer Nationaltrainern nicht verborgen. So brachte er es als Spieler eines Nationaliga-B-Klubs auf insgesamt 74 Länderspiele. Den internationalen Höhepunkt erlebte "Wädel" Dürst 1975 an der Eishockey-B-Weltmeisterschaft in fernen Japan. Der Davoser wurde in Sapporo Torschützenkönig und am Ende der Titelkämpfe als bester Stürmer des Turniers ausgezeichnet. Nicht umsonst flatterten beim treffsicheren Mittelstürmer immer wieder verlockende Angebote von Nationaliga-A-Klubs ins Haus. Die beruflichen Perspektiven trugen das Ihre dazu bei, dass der angehende Garagist dem HC Davos stets treu blieb.

    Die Klubtreue gehörte auch zu den Markenzeichen von Reto Flury. Als 17jähriger bekam er 1960 gerade noch einen Hauch der "guten, alten" HCD-Zeit mit. Als in den folgenden Jahren "die Ratten das versinkende Schiff verliessen", wie die vielen Abwanderer in einer Zeitung betitelt wurden, zählte Flury nicht dazu. Während 17 Jahren bis zur Verabschiedung im Frühjahr 1977 spielte er ohne Unterbruch im Davoser Fanionteam. TK-Chef Fredy Bosch würdigte ihn im Jahresbericht: "Nach 17 Saisons in der ersten Mannschaft hängt unser lieber Reto Flury seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel. Als Zuschauer und seit drei Jahren als TK-Chef habe ich Reto als sauberen und aufrichtigen Sportler kennen- schätzen gelernt. Mit beispielhaftem Einsatz, überdurchschnittlich hohem Können und brillantem Laufvermögen hat der Zurückgetretene in dieser langen Aktivzeit manche Partie gerissen und bei seinen Fans viel Begeisterung ausgelöst. Dem stets bescheidenen und vorbildlichen Sportsmann danke ich namens der Vereinsführung sowie aller HCD-Freunde." Rückblickend war's für den HC Davos wohl von gutem, dass er zu Beginn der siebziger Jahre die Rückkehr in die oberste Spielklasse nicht sofort schaffte, sondern sich zuerst in der Nationaliga B behaupten musste. Dadurch hatte er auch Zeit, an seinem künftigen Erfolgsfundament zu bauen. "Die Zukunft wird in Raten kommen, und das ist das Erträgliche an Ihr", stellte TK-Chef Fredy Bosch mit viel Weitsicht fest. Einen ersten Meilenstein setzte der Klub nur eine Woche nach der Verabschiedung von Reto Flury: Dank einem 7:2-Sieg über La Chaux-de-Fonds wurde der HC Davos erstmals in seiner Vereinsgeschichte Schweizer Meister bei den Elite-Junioren. Zu den Stützen der Davoser Nachwuchsmannschaft zählten damals Jaques und Claude Sougel, Daniele Paganini, Marco und Reto Müller, Remo und Jakob Gross, Hans Hepp sowie Reto Dürst. Sie alle gehörten, teilweise bereits in leistungstragender Funktion, zwei Jahre später zu jenem Davoser Kader, das 1979 den Aufstieg in die Nationaliga A schaffte.
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