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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    5452 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Paul-André Cadieux als Seele und Motor

    TK-Chef Fredy Bosch und seine Spieler feiern die Rückkehr in die Nationalliga A.

    "Wädel" Dürst auf den Schultern der HCD-Fans.

    Paul-André Cadieux, Pierre-André Reuille und Hans Hepp (verdeckt) schauen nach dem Puck.

    Angespannte Blicke von der Davoser Bank mit Olympiasieger Herb Brooks (stehend).

    Craig Sarner enteilt Biels Bob Lindberg.

    Faustgefecht zwischen Biels Bernhard Burri und Hans Hepp.

    Der entscheidenden Schachzug auf dem Weg zurück in die oberste Spielklasse gelang Fredy Bosch mit der Verpflichtung von Paul-André Cadieux. Der gebürtige Kanadier hatte sich als "Baumeister" beim SC Bern einen ausgezeichneten Namen geschaffen. 1972 war er mit den "Mutzen" aufgestiegen, darauf 1974, 1975, und 1977 Schweizer Meister geworden. Als Vollblut-Eishockeyspieler war Spielertrainer Cadieux in der Davoser Mannschaft gleichzeitig Motor und Seele. Er bildete aus Routiniers wie "Wädel" Dürst, Jürg Sprecher und Christian Pargätzi, die schon 1969 beim Abstieg dabei waren, und den Elite-Junioren-Schweizer-Meistern von 1977 eine in der Nationaliga B fast unschlagbare Truppe. Mit 55 Punkten aus 30 Meisterschaftsspielen und dem beeindruckenden Torverhältnis von 220:69 schaffte er souverän den Aufstieg. Nur gegen Lugano und Villars setzte es je eine Niederlage ab. Cadieux' Verdienst am Aufstieg fasste "Wädel" Dürst zusammen: "Mit Cadieux den grössen in unseren eigenen Reihen. Ob im Training oder Spiel, er lebt uns seine Einstellung und seine Anweisungen vor; er geht mit dem guten Beispiel voran und reisst dadurch alle mit. Früher haben wir oft schon auf den manchmal unendlich scheinenden Anreisen zu den Auswärtsspielen , Einstellung und damit auch damit auch die Punkte verloren. Mit Cadieux hat dies geändert."

    Premiere im Eisdom

    Der HC Davos nahm den Aufstiegsschwung gleich mit ins Oberhaus, obwohl er wegen des Baus der Eissporthalle die gesamte Saisonvorbereitung auswärts bestreiten musste. Die Baueinsprache eines Antrainers führte zu einer zusätzlichen Verzögerung. Seine ersten drei "Heimspiele" gegen Biel, Lausanne und Langnau bestritt der Aufsteiger deshalb in Kreuzlingen. Seine wirkliche Heimpremiere mit dem Dach über dem Kopf feierte der HCD im Eisdom, der zu jenem Zeitpunkt bestimmt die schönste Eishalle in ganz Europa, am 5. November 1979. 5800 Zuschauer schrien an diesem Abend den Platzklub zum 6:5-Sieg über den SC Bern. Dieser Erfolg bedeutete den Auftakt zu acht aufeinanderfolgenden Heimsiegen und dem Marsch an die Spitze der Nationaliga A. Wenn's um den Spielausgang heiss wurde, bildete der Spielertrainer Cadieux verschiedentlich eine eigentliche Paradelinie mit sich selber, "Wädel" Dürst und dem amerikanischen Nationalspieler Craig Sarner. Den Meistertraum sahen die Davoser erst im Endspurt schwinden. Der Moral der jungen Truppe nicht gerade fördernd war eine Zeitungsmeldung, wonach Cadieux den HCD verlassen werde, falls er mit Davos den Titel gewinne. Die Spieler lasen diese Schlagzeile auf dem Weg nach La Chaux-de-Fonds. Promt kassierten sie am selben Abend im Jura die im Meisterkampf wohl entscheidende 2:5-Niederlage. Mit nur einem Punkt aus den folgenden drei Partien fuhr der Meisterzug definitiv ohne Davos ab.

    Davos macht Arosa zum Meister


    Die Cadieux-Schützlinge sorgten wenigstens noch für einen versöhnlichen Saisonabschluss. Im letzten Spiel kanterten sie den als Tabellenführer angereisten SC Bern mit 8:3 nieder. Damit sicherten sich die Davoser die Bronzemedallie. Und gleichzeitig ebneten sie mit diesem Hitchcock-Finale dem EHC Arosa den Weg zum ersten Meisterschaftsbeginn.

    Die Scheidung des Jahres

    Cadieux betätigte sich nach dem frühen Meisterschaftsende in Davos als Nothelfer in Chur. Dabei verrichtete er in der Bündner Metropole derart gute Arbeit, dass er mit einem lukrativen Angebot in der Tasche nach Davos zurückkehrte. Er forderte den HCD-Vorstand ultimativ auf, die finanziellen Konditionen im Kontakt, den er für die Saison 1980/81 bereits unterzeichnet hatte, aufzupolieren. Als er für sein Anliegen kein Gehör fand, zerriss er den Vertrag vor den Augen der HCD-Gewaltigen. Mit dieser Geste besiegelte Cadieux die Trennung vom HCD. Zwei Tage später wäre er zwar reumütig bereit gewesen, zu den ursprünglichen Konditionen weiterhin in Davos zu bleiben. Jetzt stieg aber die Klubleitung nicht mehr darauf ein. Sie wollte ihr Gesicht nicht verlieren, nachdem der vorangegangene Zwist schon überall publik geworden war. Bei der Verpflichtung des Cadieux-Nachfolgers landete der HCD den "Coup des Jahres", zumindest was den Namen betraf: Herb Brooks entschied sich für den Bündner Traditionsklub. Ausgerechnet der Trainer, der im Februar jenes Jahres die USA in Lake Placid zum sensationellen Sieg über die Sowjetunion und damit zum Olympiagold geführt hatte. Wohl noch nie zuvor hatte eine Trainerengagement im Schweizer Eishockey für so ein heftiges Rauschen im Schweizer Blätterwald geführt. Schlagzeilen lieferte Brooks auch nach seiner Ankunft, mit jedem Tag seines Wirkens in Davos allerdings negativere. Der HCD musste die bittere Erfahrung machen, dass ein grosser Name allein den Erfolg nicht garantiert. Deshalb kam's nur fünf Monate nach seiner Tätigkeitsaufnahme aufgrund der schlechten Davoser Tabellenlage zur "Scheidung des Jahres". Brooks musste erkennen, dass er mit seinem Verständnis von modernem Eishockey und mit seinen didaktischen Prinzipien nicht an die Spieler herankam. Er konnte jene taktischen Grundkenntnisse nicht voraussetzen, die in Übersee schon Junioren in Fleisch und Blut übergegangen sind. Als Handicap erwies sich auch die Tatsache, das Brooks nur einige wenige Worte der deutschen Sprache beherrschte. Das richtige Wort im richtigen Moment, mal scharf, mal witzig, mal ironisch, aber immer treffend - das war eine der Stärken von Brooks auf dem Weg zur Olympiagoldmedallie. In Davos konnte er diesen Trumpf nicht zum Tragen bringen. Der "andere grosse Herbert", der Dirigent Herbert von Karajan, bemerkte ein Vorstandsmitglied des HCD nicht ohne Ironie, wäre auch kaum in der Lage gewesen, aus der Dorfmusik von Davos ein gutes Symphonieorchester zu formen.

    "Wädel" Dürst als Retter

    Der Schritt vom hemdsärmeligen Cadieux, der seine Schützlinge auf dem Eis als Spielertrainer in Winkelriedmanier angeführt hatte, zum intelektuellen, gestylten Brooks an der Bande war für die HCD-Mannschaft zu gross. Einer der Ihren rettete danach promt das lecke Vereinsschiff vor dem Versinken. "Wädel" Dürst tauschte seine Rolle als Stürmer mit jener des Coaches. Den Sturz in die Abstiegsrunde konnte der waschechte Davoser zwar nicht mehr verhindern, doch dort sicherten sich die Bündner souverän den Ligaerhalt. Mit zwölf Punkten aus den ersten sieben Relegationsspielen machten sie früh alles klar.

    Sündenbock Wally Olds

    Als Sündenbock musste am Schluss der Zittersaison Wally Olds herhalten und büssen. Präsident Jörg Guyan signalisierte in einer Soloaktion ohne Absprache mit dem Vorstand dem Verteidiger ins Weltmeisterschaftscamp des US-Nationalteams nach Schweden, dass man auf seine Dienste trotz eines weiterlaufenden Vertrages verzichte. Olds hätte stattdessen bei Villars als Spielertrainer einsteigen können. Er lehnte dieses Angebot ab und zog einen Wechsel nach Schweden vor, wo er weniger verdiente. Deshalb stellte er Schadenersatzforderungen in der Höhe von 70 000 Franken an den HC Davos. Aufgrund der Plus-Minus-Statistik bewies der Amerikaner vor Gericht, dass er so schlecht in Davos nicht gespielt hatte, wie verschiedene Leute wahrhaben wollen. Der Rechtsstreit fand erst vor dem Bundesgericht ein Ende - mit dem HC Davos als Verlierer. Im Gegensatz zu Olds, der abgeschoben wurde, beförderten die HCD-Verantwortlichen Craig Sarner auf den Trainersessel. Der beste Profi, welcher in den Jahren zuvor für Davos gestürmt hatte, erfüllte die Erwartungen auch in seiner neuen Position. Unter der Führung des Amerikaners wurde die Mannschaft hinter dem EHC Arosa 1982 Vizemeister. In der Tabelle klassierte sich der HCD nie schlechter als auf dem fünften Platz. Dennoch ging einiges drunter und drüber. Insgesamt 665 Strafminuten zeugten von der wenig zimperlichen Davoser Gangart. Wesentlich daran beteiligt war das neue Söldnerpaar, die Brüder Ron und Randy Wilson. Erst im siebten Meisterschaftsspiel kamen die Zuschauer in den Genuss, die beiden Amerikaner gleichzeitig am Werk zu sehen. Vorher war stets einer von beiden gesperrt gewesen. Davoser Erzfeind Nummer eins war der HC Fribourg-Gottéron. Beim ersten Besuch in Freiburg dominierten die Fäuste im Schlussdrittel während einer Massenschlägerei. Die frustrierten Davoser, welche sich von den Schiedsrichtern benachteiligt führten, zogen sich geschlossen demonstrativ auf die Spielerbank zurück. Dieser Streik fruchtete jedoch genauso wenig wie die Boxeinlage. Die Partie ging mit 1:4 und Randy Wilson wegen einer Matchstrafe verloren. Ruppig verlief das Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen auch in Davos. Insgesamt sprachen die Refs 125 Strafminuten aus. Sportlich behielten die Platzherren mit einem 6:4 die Oberhand. Als fünffacher Torschütze zeichnete sich Jaques Sougel aus.

    Schlägerei vor dem Auftritt

    Eine besondere Note erhielt das letzte Davoser Gastspiel der Saison in Freiburg im Rahmen der Finalrunde. Die spannungsgeladene Atmosphäre explodierte bereits vor dem Anpfiff. Schon beim Einlaufen griff Gottéron-Ersatz-Kanadier Jeff Bandura den HCD-Stürmer This Fergg tätlich an, womit er eine allgemeine Schlägerei anzettelte. Anschliesend gab's ein allgemeines zweistündiges Palaver, das in der Absage der Partie gipfelte. Am grünen Tisch sprach die Disziplinarkommission des Eishockey-Verbandes später eine Forfaitniederlage geggen Fribourg aus und damit die beiden Punkte dem HC Davos zu. Eine zusätzliche Reise hatten die Bündner hingegen zuvor nach Zürich unternehmen müssen. Beim ersten Versuch war die Eisdecke im Zürcher Hallenstadion so dünn, dass die Partie gar nicht ers angepfiffen wurde. Drei Wochen später kamen die zahlreichen Zuschauern bei der Neuauflage in den Genuss vieler Tore. Der ZSC und Davos trennten sich mit einem 7:7. Den Ausgleich zum Endresultat besorgte Ron Wilson erst 23 Sekunden vor der Schlusssirene.
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