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22.05.2019 11:16
Rathgeb
Biel hat viel viel viel Geld...

15.05.2019 07:17
Sennebüebli
Rathgeb wäre eine starke Unterstützung für die Verteidigung... .

13.05.2019 06:29
Sprachen Sepp
Sicher dieses jünge stürmer wird noch gedraftet

Shout


Richard Bucher - Per Inserat zum HCD
Richi Bucher: Held von Calgary

"Zwei talentierte Spieler mit Nationaliga-Erfahrung suchen Nationaligaklub"; mit diesem anonymen Chiffre-Inserat, das er in der Fachzeitung "Sport" zusammen mit seinem Kollegen Bruno Joho aufgegenben hatte, öffnete sich Richi Bucher 1978 den Weg zum HC Davos und damit zu seiner erfolgeichen Karriere als Eishockeytorhüter. Innerhalb von zwei Stunden antworteten Klubpräsident Jörg Guyan und TK-Chef Fredy Bosch unabhängig voneinander auf die Annonce. Bei soviel Einigkeit war einige Tage später auch der Schritt zum Vertrag beim HCD nicht mehr weit. Erst mit 14 Jahren hatte sich Bucher für ein Schülerturnier erstmals in die Montur des Eishockeytorhüters gestürzt. Als 19jähriger gab er seinen Einstand im Fanionteam des SC Luzern, mit dem er 1976 den Aufstieg in die Nationaliga B verwirklichte. Als die Innerschweizer zwei Jahre später der Relegation verfielen, sah der talentierte Goalie den Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen. In Davos fand Bucher den richtigen Nährboden, um sich zu einem Schweizer Spitzentorhüter weiterzuentwickeln. Trainer Paul-André Cadieux kümmerte sich genauso um den ungeschliffenen Diamanten wie der TK-Chef. Seine Feuertaufe in den HCD-Farben erlebte Bucher am 24. Oktober 1978 ausgerechnet im Zürcher Hallenstadion gegen den Erzrivalen ZSC. Dank eines Treffers von Reto Müller in der Schlussphase erreichten die Bündner ein 2:2. Für die Mannschaft war's ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum Aufstieg, für Bucher der Sprung auf den Stammplatz im Davoser Tor, den er bis zu seinem Rücktritt nicht mehr abgab.
Schon in seinem ersten Jahr beim HCD schaffte er den Aufstieg in die Nationaliga A. Zu späteren Höhepunkten gehörten die beiden Meisterschaften 1984 und 1985. Als erster Torhüter pflegte Bucher in der Schweiz den typisch kanadischen Stil. Aggressiv und wenn nötig auch mit dem Stock räumte er im eigenen Torraum auf. Dank gutem Positionsspiel tauchte er nie unnötig zu Boden.

Mutig und furchtlos unternahm er dafür Ausflüge, wenn er die Gelegenheit dazu für geeignet fand. Seine schnelle Fanghand fuhr er auch noch aus, wenn er den Puck längst im Handschuh versteckt hatte. Dieser Hang zu Showeinlagen entzückte die eigenen Fans und verärgerte die gegnerischen, welche die Scheibe lieber hinter Buchers Linie gesehen hätten.
Zur Perfektion von Buchers kanadischem Stil trug Jacques Plante, eine ehemalige NHL-Legende, bei speziellen Torhütertrainings in Davos seinen Teil bei. Weniger anfreunden mit diesem Stil konnten sich die Schweizer Nationaltrainer. So blieb der HCD-Goalie meist im Schatten von Robert Meuwly, Olivier Anken oder Renato Tosio, wenn die Länderspielaufgebote erfolgten. Keiner aus diesem Trio schrieb aber soviel Olympiageschichte wie Bucher: Am Abend des 13. Februar 1988 trieb er mit seinen Paraden im Saddledome in Calgary die finnischen Stürmer zur Verzweiflung. Die Schweiz besiegte Finnland, das dann später doch noch Olympiasilber gewann mit 2:1. Die kanadischen Reporter wollten nach dem Spiel wissen, in welcher kanadischen Stadt, dieser "Richard Butscher" geboren worden sei. Wenn einer sein Handwerk so gut verstehe, muss er es ja in Kanada gelernt haben, schien für sie klar. Bucher galt niemals als Trainingsweltmeister. "Zuviel Training schadet mir", gehört zu seinen verbürgten Sprüchen. Wenn's darauf ankam, war auf den Goalie stets verlass. Seinen guten Charakter und seinen Eifer fürs Perfekte schätzte Jörg Guyan an Bucher gleich doppelt - als HCD-Präsident und als Arbeitgeber. "Ich habe ihn nie mürrisch, hässig oder betrunken gesehen", bemerkt Guyan über den letzten Davoser Meistergoalie. "Er ist immer wohlgelaunt und freundlich. Stets zeigt er gute Manieren, und er hat ein gepflegtes Auftreten - seit er mit Daniela verheiratet ist und keine Bluejeans mehr zu offiziellen Anlässen trägt..."

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