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Rick Nash: Natural Born Scorer
Zwei Superstars aus der NHL hatte der HCD bereits verpflichtet. Der dritte Top-Lockout-Ausländer jedoch, hat wohl alle Erwartungen gesprengt: Rick Nash! Dieser Spieler ist ein ganz besonderes "Exemplar" von einem Eishockeystar.
Rick Nash, der wohl derzeit begehrteste NHL-Jungstar und beste Torschütze der abgelaufenen NHL-Saison (Qualifikation), stand bei Arno Del Curto seit langem zuoberst auf der Wunschliste für den letzten NHL-Lockout-Spieler-Transfer des Sommers.
Dies ist ein absolutes Highlight der Schweizer Eishockeygeschichte, denn gleichzeitig werden zwei Nummer Eins-Draftpicks aus der NHL im selben Team oder gar in der selben Formation auflaufen. Wer ist eigentlich dieser Rick Nash und warum wird er von den Trainern mit Lob überhäuft?
Der "Bargain"-Spieler
Als "Bargains" bezeichnet man in Nordamerika die Spieler, welche innerhalb einer Saison ihren Marktwert um ein Vielfaches gesteigert und eine Leistungsexplosion erlebt haben. Einer der besonderen "Bargains" der letzten Saison ist ein junger Mann aus Brampton/Ontario, den man in Fachkreisen "Nasher" ruft: Rick Nash, ein junger Mann mit Torriecher und einem harten Slapshot.
"Nasher" war nicht nur gemeinsam mit Kowalchuk und Iginla der beste Torschütze (gemessen an erzielten Toren - nicht Skorerpunkten), sondern auch der mit 19 Jahren jüngste All Star-Spieler der Geschichte der NHL.
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Erstaunliche Entwicklung
Kaum zu glauben: Die Saison 99/00 verbrachte Rick Nash noch in der Greater Toronto Hockey League (GTHL) bei den "Toronto Marlboros" und brachte es in 34 Spielen auf 115 Skorerpunkte (61 Tore; 54 Vorlagen). Danach folgten bis 2002 nur zwei Lehrjahre bei den London Knights in der Ontario Hockey League (OHL).
Es waren seine einzigen Erfahrungen im Juniorenbereich. Und diese Saison wurde er gar ins All Star Team des Westens gewählt, als jüngster NHL-Spieler aller Zeiten. Ricks Karrieredaten lesen sich wie ein Märchenbuch: Anfang 2001 gewann er mit der U 17 Mannschaft Ontarios die Bronze-Medaille und belegte mit 7 Punkte (5 T/2 V) Rang zwei in seinem Team.
2002 wurde ihm nach der Junioren-Weltmeisterschaft die Silbermedaille umgehängt. Als er bei den London Knights aus Ontario zauberte, wurde er zum Captain ernannt und zweimal ?Spieler des Monats?. Schliesslich wurde er OHL-Spieler des Jahres und ins All Star Team der OHL & CHL-Rookies (Canadian Hockey League) gewählt. In seinem letzten Jahr bei den Amateuren schaffte er in 12 aufeinander folgenden Spielen 11 Tore und 15 Assists.
"Mister wrist shot"
Nun hatten die Columbus Blue Jackets das ?Glück?, die Saison zuvor sehr schlecht beendet zu haben. In der Lotterie der punktschlechtesten Teams zogen die ?Blauen Jacken? das grosse Los und durften als erste in den Draft ziehen. Diesem Umstand haben sie es zu verdanken, die Nummer 1 des Drafts 2002, Rick Nash, zu bekommen.
"Nasher" verfügt bereits bei Beginn seiner NHL-Karriere über Fähigkeiten, die ihn unwahrscheinlich torgefährlich machen. Der gelernte Linksaussen hat einen ungemein harten und vielleicht noch genaueren Handgelenkschuss. Auch scheut er sich nicht dorthin zu gehen, wo es weh tut. Man trifft ihn sehr oft vor dem gegnerischen Tor, aber auch in den Ecken an, wo er keinem Gerangel aus dem Wege geht.
Sobald er in Tornähe ist, schrillen die Alarmglocken beim Gegner, da er nicht lange fackelt. Manche vergleichen ihn mit einem jungen Brendan Shanahan (Detroit Red Wings), was auf jeden Fall keine Schande ist. Mit Dave King hatte er in seinem ersten NHL-Jahr einen Trainer, der ? so eilt ihm der Ruf voraus ? auch ein einfühlsamer, guter Lehrer ist.
Auf jeden Fall legte der blutjunge Linksaussen so los, dass er als Rookie 17 Tore und 22 Assists verbuchen konnte. Und heuer verdoppelte er seine Bestmarke noch vor Ende der Regular Season. Seine Bilanz: 41 Tore und 16 Assists, was aufzeigt, dass Nash ein ausgesprochener ?Sniper?, ein ?Knipser? und typischer "Chancenverwerter" ist.
Jugendlich ungehemmt?
Aus Schilderungen aus seinem Privatumfeld hört man, dass er seinen jugendlichen Elan nicht nur auf dem Eis auslebt, indem er ohne Hemmungen den Torerfolg sucht und vollen Einsatz zeigt. Man sagt über ihn in Eishockeykreisen, dass er auch privat wenig Hemmungen zeigt und vollen Einsatz im "Ausgang" zeigt.
Das andere Geschlecht sei ihm alles andere als egal, heisst es. Dieses wurde ihm jedoch bisher immer verziehen und auch zugestanden, denn sobald er im Training oder im Spiel sich auf seinen Job konzentriert, ist auf ihn Verlass. Hier wirkt sich sein jugendlicher Elan am besten aus, indem er blitzschnell und ohne Hemmungen Tore erzielt, als ob es das Normalste der Welt wäre. Da kann man das Zittern der Gegner förmlich hören.
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