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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    5199 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Meister-Saison 2008/2009

    Über 21 Playoff-Spiele zum Titel

    HC Davos: Eine Meisterkultur geschaffen

    Bereits zum vierten Mal seit der Jahrtausendwende hat Davos den Titel gewonnen. Der national mit Abstand erfolgreichste Hockey-Club ist leidensfähiger als alle anderen Konkurrenten. Mit seinem fast epischen Willen rang der HCD im Playoff-Final auch die Flyers 4:3 nieder. 21 Partien haben die Bündner in den letzten 47 Tagen bestritten. Sie wählten den längstmöglichen Weg zum obersten Platz auf dem NL A-Podium.
    Keinem harten Zweikampf wichen sie aus. Kein Rückschlag warf sie aus der Bahn. Sie demonstrierten den Kraftakt des Hockey-Jahres. Benjamin Winkler, Klotens verletzter Verlierer und als langjähriger HCD-Verteidiger ein Intimus der Bündner Verhältnisse, formulierte das Arno-Del-Curto-Prinzip einmal lapidar: "Diese Mannschaft gibt nie auf. Nie." Dem ist beizupflichten. Schwankungen lässt der Coach zu. Schlechte Tage ebenfalls. Aber unbegründete "Forfaiterklärungen" duldet Del Curto nicht. Dann ist eine Eruption absehbar. Die Bereitschaft, bis zum letzten Schweisstropfen zu leiden, ist für den Engadiner eine Grundvoraussetzung. Passion zählt bei "ADC" mehr als die individuelle Skorerstatistik. Selbstdarsteller ohne Verständnis für die harte Arbeit im Kollektiv entmachtet der Coach ohne Verzögerung. In seinen 13 Saisons hat Del Curto eine unerhört befruchtende Meisterkultur geschaffen. Siebenmal führte er den HCD in den Final; viermal gewann Davos den Titel. Abnützungserscheinungen sind nicht erkennbar. Davos ist zwar konstant sehr gut, aber kaum je berechenbar. Del Curto, der schlaue Kopf der Bewegung, setzt auf dynamische Abläufe. Immer wieder baut er neue Elemente ins Team ein, frischt die Strukturen auf. Dario Bürgler, Robin Grossmann oder die Wieser-Brüder Dino und Marc wurden sukzessive mit mehr Aufgaben betraut. Die jüngere Generation erzeugt mit dem "Rizzi-Jahrgang" Synergien. Der Kern der Equipe um Captain und Steuermann Reto von Arx spielt seit bald 14 Jahren zusammen. Und trotzdem ist das Team gesamthaft betrachtet nicht überaltert. Professionals wie Peter Guggisberg (24) oder Andres Ambühl (26) sind ins Epizentrum vorgerückt. Sie vertreten die "mittlere" Altersklasse. Andere wie Bürgler und Co. folgen. Davos entwickelt sich auf höchstem Level konstant weiter.
    Gelohnt hat sich das Bekenntnis zur tschechischen Hockey-Kultur. Josef Marha gilt nach bald achtjährigem Engagement als Einheimischer. Sein stürmender Landsmann Peter Taticek kommt ebenso gut an. Petr Sykora, der im Sommer von Pardubice verpflichtet worden war, etablierte sich als zweitbester Torschütze hinter Topskorer Michel Riesen. Die osteuropäische Fraktion kompensierte die Launen von Alexandre Daigle gleich mehrfach. Hilfreich war auch die Davoser "Amtshilfe" im Fall von Beat Forster. Der Star-Verteidiger verliess den ZSC mitten in der Saison fluchtartig. Die Beweggründe verheimlichte er. S ie waren besser geschützt als das Schweizer Bankgeheimnis. Mit dem wilden, zuweilen genialen Appenzeller gewann die Abwehr schlagartig an Format und Wucht. Gegen den kräftigen Forster lehnen sich in der NLA nur ganz wenige auf. Der HCD ist zweifelsfrei kein Auslaufmodell. Im Unterland sind genügend potente Investoren an einer finanziell gesicherten Zukunft des populären Klubs interessiert. Del Curto gab sein Ja-Wort bis 2011. Nur ein absoluter Top-Mann verlässt den 29-fachen Champion: Riesen. Er wird nicht nur in der legendären Jassrunde (mit Del Curto, Reto von Arx und Rizzi) fehlen. Seine Präzision im Abschluss ist kaum gleichwertig zu ersetzen.

    "Das ist der schönste Titelgewinn" Viermal in acht Jahren holte sich der HC Davos den Meistertitel, aber "das ist der schönste Titelgewinn", freute sich Coach Arno Del Curto. Warum? Del Curto: "Weil der Weg zum Titel brutal hart war. Er führte über 21 Spiele -- und 18 oder 19 dieser Partien waren enorm hart umkämpft." Arno Del Curto entschied für die Finalissima einmal mehr alles richtig. Er nominierte im Tor wieder Leonardo Genoni, der mit 36 Paraden zum Matchwinner avancierte. U nd er dachte sich eine Taktik mit fünf Flügelpaaren und drei Mittelstürmern aus, die er noch nie vorher in einem Spiel auch nur ausprobiert hat. Beim Laufen am Sonntag sei ihm die Idee gekommen. Del Curto: "Manchmal muss man etwas riskieren!" Del Curtos Entscheide zahlten sich aus. Am Ende trug Leonardo Genoni den Meisterkübel in die Garderobe. Genoni: "Ich habe gehofft, dass ich nochmals eine Chance erhalten würde. Aber Arno (Del Curto) ist mit dem Entscheid ein grosses Risiko eingegangen, denn Reto (Berra) hat auch am Samstag hervorragend gehalten." Jonas Hiller, der Vorgänger von Genoni u nd Berra, gratulierte dem Meisterteam aus Anaheim via SMS. Für Berra gäbe es nun doch eine Zukunft in Davos. Das Mammutprogramm der nächsten Saison (mit Champions Hockey League) kann Genoni nicht alleine prestieren. Del Curto: "Es wäre schön, wenn Berra bleiben könnte, aber ich glaube, er hat in Biel schon unterschrieben." Preisgegeben wurde am Ostermontag das Davoser Erfolgsgeheimnis. "Nur dank 'Gym mit Jin' haben wir durchgehalten", so die Davoser. "Gym mit Jin" war das Ein- und Auslaufen mit Lee Jinman, der nach den NLB-Playoffs aus Sierre zum HC Davos stiess. Zu der immer gleichen Musik der Killers ("Are we human or are we dancer") turnte Jinman täglich zweimal die Stretching-Übungen vor. Andreas Furrer: "Wir können den Song mittlerweile nicht mehr hören. Und unser Turnen sah aus wie Altersturnen. Aber es hat geholfen. Wir haben durchgehalten und dürfen heute Abend viel Sirup trinken!" Kräftemässig sei primär der Halbfinal problematisch verlaufen. "Gegen Fribourg fühlten wir uns müde", so Andres Ambühl. "Im Final war das aber kein Problem mehr. Im Final verdrängt man diese Müdigkeit." Ambühl und den Internationalen des HCD bleibt wenig Zeit zum Feiern. Schon am Donnerstag möchte Ralph Krueger die Ambühl, Forster und Konsorten im Testländerspiel in Oslo einsetzen. Ambühl: "Schauen wir mal, was auf uns zukommt. Ich habe noch keine Ahnung, wann ich wo einrücken muss. Und ich will die WM unbedingt bestreiten. Aber gegen ein paar Tage Pause hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden." Keine Gedanken an die WM verschwendet Reto von Arx, der sein 700. NLA-Spiel für Davos bestritt. Er verreist in die Ferien, "und wenn die Schweiz an der WM noch spielt, wenn ich aus den Ferien zurück bin, werde ich mir wohl auch noch ein Spiel ansehen". Auch für den bald 33-jährigen von Arx war der vierte Titelgewinn mit Davos speziell: "Wir spielen die Playoffs jedes Jahr mit dem Ziel, Meister zu werden. Aber über 21 Playoffspiele den Titel zu gewinnen, das ist schon etwas ganz Besonderes."
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