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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    6777 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Saison 1983/1984 - Das Meisterstück

    Jörg Eberle im Duell mit Reto Sturzenegger.

    Remo Gross beschäftigt gleich drei Langnauer Spieler.

    Claude Soguel (rechts) und Richi Bucher wehren sich gegen Fribourg mit Händen und Füssen.

    Bandengeflüster zwischen Paul-André Cadieux und Daniele Paganini.

    Enrico Triulzi bezwingt Biels Olivier Anken.

    Richi Jost zeigt vor Klotens Marc Leish keinen Respekt.

    Jacques Soguel mit der Meistertrophäe.

    Ron Wilson sorgt bei der Meisterfeier für Nachschub.

    Champagnerdusche für das Davoser Meisterteam.

    Als der HC Davos vor Beginn der Saison 1983/84 praktisch in allen Medien als Kontrawärter auf den Meistertitel genannt wurde, zeigte sich Fredy Bosch nicht erfreut. Ja, der TK-Chef sprach von gezielter "psychologischer Kriegsführung"- Dabei war einer der Hauptgründe für die vielen Vorschusslorbeeren. Bosch war es nicht nur gelungen, den Grossteil jener Mannschaft zusammen zusammenhalten, die sich schon im Vorjahr während langer Zeit auf Meisterkurs bewegt hatte. Mit Jörg Eberle und Christian Weber holte der TK-Verantwortlich zusätzlich noch die beiden grössten und folglich meistumworbenen Schweizer Eishockeytalente ins Landwassertal. Je länger die Meisterschaft dauerte, um so weniger konnte Bosch seinen HCD aus der Favoritenrolle reden. Die Bündner dominierten das Geschehen auf den Schweizer Eishockeyfeldern so klar, wie es seit den glorreichen Zeiten des HC La Chaus-de-Fonds am Ende der sechziger Jahre keine Mannschaft mehr getan hatte. Schon sieben Runden vor Schluss, noch ehe die sogenannte Meisterrunde der besten vier NLA-Team eingeläutet wurde, standen die Davoser als neue Titelträger bereits fest. Ende Saison, nach 40 Spieltagen, wies der HCD einen Vorsprung von 16 Punkten auf das zweitplazierte Arosa auf.


    Fribourg folgte mit 17 Zählern Rückstand auf dem dritten Platz, das vierklassierte Lugano lag schon 21 Punkte zurrück. Der HCD hatte die gesamte Konkurrenz mit beharrlicher Konstanz zermürbt. Es gab kein anderes Team mit so geringen Leistungsschwankungen und einem so gut bestückten, breiten Kader. Die jahrelange, kontinuierliche Aufbauarbeit trug ihre Früchte. Die Mannschaft hatte in den vorangegangenen Jahren aber nicht nur psychisch und spielerisch einen Reifeprozess durchgemacht. Genau so wichtig wie die klare Bereitschaft zum Leistungssport inklusive eine zielstrebigen Sommertrainings war die psychische Wandlung. Noch in der Saison zuvor war das Team nicht zuletzt am Erfolgsdruck, an den eigenen hohen Erwartungen und jenen seiner Fans gescheitert. Wie selbstsicher die Davoser wurden, demonstrierten sie in den Auswärtsspielen: Jeden Klub schlugen sie auf ihrem Weg zum Meistertitel auch auf dem Platz des Gegners mindestens einmal.

    Rein spielerisch war der HCD allerdings nicht eine Klasse besser als der Rest der Nationaliga, wie es aufgrund der Schlussrangliste den Anschein machen könnte. Er totalisierte zwar insgesamt 27 Siege, gewann aber beinahe die Hälfte dieser Partien mit nur einem oder zwei Toren Differenz: Dank einem engagierten und disziplinierten Defensivspiel gerieten die Davoser mit einem ausgezeichneten Richi Bucher nie richtig unter die Räder. Zahlreiche Partien kehrten sie noch in den letzten Minuten. Dank jahrelanger seriöser Trainingsarbeit machten sie im Schlussspurt Kräfte frei. Sie erzwangen dabei das Glück mit jener Selbstsicherheit, die sich im Sog ihrer Erfolge einstellte, und mit der Mentalität des Winnertyps, der die Geduld nie verliert, bis zuletzt an die Chance glaubt und für sie kämpft. Nicht selten fasste Trainer Dan Hobér seine besten Kräfte in der Endphase heiss umkämpfter Partien in nur noch zwei Blöcken zusammen, um das Schicksal in die gewünschte Richtung zu zwingen.

    Ideale Mischung

    Die Davoser Meistermannschaft verkörperte das gelungene Mosaikbild aus einer idealen Mischung verschiedenster Spielertypen. Im Team standen vor dem sicheren Torhüter Richi Bucher Denker und Lenker wie Captain Jaques Sougel und Christian Weber, Checker wie Remo Gross, Reisser wie Jörg Eberle, Läufer wie Daniele Paganini, Skorer wie Lance Nethery, Künstler wie Ron Wilson, Talente wie Fausto Mazzoleni, Richard Jost, Sergio Sougel, Lothar Batt, Fredy Bosch und Thomas Müller, Handwerker wie Marco Müller, Enrico Triulzi oder Claude Sougel. Das Gerippe des Meisterteams bildeten jene eigenen Akteure, die 1977 beziehungsweise 1982 den nationalen Titel bei den Elite-Junioren gewonnen hatten.

    Der umsichtige TK-Chef verstärkte im Laufe der Jahre auf dem Transfermarkt zwar nur punktuell, aber höchst effizient. Einen Glücksgriff tat der Vorstand zudem mit der Verpflichtung von Lance Nethery. Der Kanadier wurde gewissermassen zur Personifikation der Meistertruppe: kein Blender, aber ein solider, engagierter Kämpfer, der in 90 Prozent aller Situationen instinktiv richtig handelte und die erfolgsversprechende Lösung fand. Trotz seiner mannschaftsdienlichen Haltung verlor der Stürmer seine Torgefährlichkeit nicht. Insgesamt traf er 39 mal, und zu weiteren 43 Davoser Toren leistete er die entscheidende Vorarbeit. Häufig profitierte Ron Wilson davon, der in der mannschaftsinternen Skorerliste mit 72 Punkten den zweiten Rang vor Jörg Eberle einnahm, welcher es auf 51 Zähler brachte.

    Richi Buchers grosse Serie

    Der HCD hatte sich zu Meisterschaftbeginn den nötigen Respekt verschafft. Beim 4:2-Auftaktsieg gegen Fribourg benötigte er zwar fast soviel Glück wie beim 2:0 in der zweiten Partie gegen den Zürcher SC in Zug, wo erst ein Eigentor von Miguel Leeman 184 Sekunden vor Spielende die Bündner auf die Siegstrasse führte.

    Mit dem Match gegen den ZSC leitete HCD-Goalie Bucher eine grosse Serie mit drei aufeinanderfolgenden Shutouts ein. Gegen Kloten siegte Davos mit 8:0. Und im ersten Bündner Derby tennten sich die beiden grossen Kantonsrivalen torlos. Das 0:0 in Arosa bedeutete für Bucher einen grossen Prestigeerfolg; beim Gegner stand kein Gegner als der schwedische Nationaltorhüter Reino Sundberg zwischen den Pfosten. "Ein Kompliment an meine Mannschaft", gab der HCD-Keeper nach jenem Match in Arosa die Blumen an seine Vorderleute weiter. "Wenn man keine Tore kassiert, ist das immer auch die Folge einer guten Defensivleistung des ganzen Teams. Dazu braucht es auch eine gehörige Portion Glück. Zurzeit läuft es mir einfach sehr gut, ohne dass ich genau sagen könnte weshalb."

    Im folgenden Match musste Bucher nach 277 aufeinanderfolgenden Spielminuten ohne Gegentor erstmals wieder kapitulieren. Mit einem 10:2-Kantersieg deuten die Bündner gegen den amtierenden Meister die Wachablösung trotzdem unmissverständlich an. Alzu krass war an diesem Abend der Unterschied zwischen dem wie geölt laufenden Mannschaftsspiel der Davoser und dem stark stotternden "Bieler Motor". Eine Schrecksekunde ereilte Bucher beim zweiten Match gegen Biel: In der 25. Minute wurde er von einem satten Schuss Peter Bärtschis am Kopf getroffen, worauf die Gesichtsmaske des HCD-Schlussmannes in hohem Bogen bis zur Bande flog. Bei diesem Zwischenfall zog sich Bucher eine Platzwunde über dem linken Auge zu, die der Klubarzt im Sanitätszimmer der Eissporthalle mit drei Häften wieder schloss. In dieser Zeit hütete bei Davos Beat Ruchti das Tor. Dessen Einsatz dauerte genau 6:51 Spielminuten. Dann wurde er von den 4500 Zuschauern mit Applaus für seinen fehlerfreien Blitzeinsatz und das "Kurz-Shutout" verabschiedet. Auf dem Eis nahm Bucher seinen angestammten Platz wieder ein. Mit einem 6:2 wies der HCD den Meister erneut klar in die Schranken.

    Riesenvorsprung

    Der Davoser Alleingang in der Meisterschaft nahm für die Konkurrenz früh beängstigende Formen an. Nach der ersten Meisterschaftsphase, nach 14 Runden, totalisierte der HCD mit zwölf Siegen und zwei Unentschieden stolze 26 Punkte. Das zweitplazierte Arosa lag schon neun Punkte zurück. "Unser grosser Vorsprung überrascht mich selber", konstatierte Trainer Dan Hobér. "Wir haben im allgemeinen sicher gut gespielt. Die Resultate sind auch immer unsere Wege gegangen, weil die ersten Tabellenverfolger nicht konstant waren." Das Aufatmen der Konkurrenz war spürbar, als Arosa gleich zu Beginn der Zwischenrunde den Davoser Siegeszug stoppte und den HCD mit einer 1:7-Packung auf die Heimreise schickte. "Erstens spielte Arosa sehr gut, zweitens waren wir zu lässig, und drittens traten wir zuwenig diszipliniert und konzentriert auf", kommentierte Nethery die Schlappe. Die Zeche musste Lugano als nächster Davos-Gegner bezahlen. Bereits nach 16 Minuten führten die Bündner durch einen klassischen Hattrick Wilsons sowie den Treffern von Eberle, Mazzoleni und Triulzi mit 6:0. Am Schluss lautete das Resultat 8:3.

    Weit umstrittener verlief für Davos das nächste Heimspiel. Arosas Trainer Hans"Virus"Lindberg, sonst ein ruhiger und besonnener Mann, tobte nach dem 3:3. "Der Sieg wurde uns gestohlen! Wenn man ein Team wie Davos gegen sich hat, dazu noch die Zuschauer und auch den Headschiedsrichter, kann man nicht gewinnen." Der Schwede ärgerte sich wegen des umstrittenen Davoser Ausgleichstreffers zum Schlussresultat. "6000 Zuschauer sahen, dass dies ein Kicktor von Lance Nethery war, nur Head Zurbriggen nicht. Zuvor hatte uns der Ref schon einen Penalty unterschlagen." Die Trainer der geschlagenen Natinonaliga-A-Gegner waren sich Ende Saison einig, dass sich Davos diesen Triumph redlich verdient hatte.<<Der HCD spielt auf dem höchsten Nieveau, der Schweiz, was ebenfalls auf die einzelnen Spieler zutrifft", bemerkte Luganos Coach John Slettvoll. "Zudem befinden sich die Davoser Spieler in einer guten körperlichen Verfassung, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sie im Oktober und November noch besser spielten als nach der Weihnachtspause. Aber mit einem solch hervoragenden Spielerkader macht eine Formschwankung nicht viel aus." Kent Ruhnke, Trainer beim enttrohnten Titelverteidiger Biel, meinte zur Frage, weshalb Davos Meister geworden sei: "Ganz einfach, der HCD ist das beste Team. Er hat die besten und talentiertesten Akteure der Nationaliga. Ausser Ron Wilson besteht die Abwehr fast nur aus Nationalspielern. Auch im Sturm verfügt die Mannschaft über fünf Internationale plus Lance Nethery. So betrachtet stellt Davos das grösste Kontingent an "Nati-Spielern" von allen NLA-Mannschaften."
    Etwas anders sah Hobér die Schiedsrichterleistung: "Zurbriggen war nicht so schlecht, wie es die Aroser wahrhaben wollen. Er hat eine gewisse Härte toleriert. Hätter er das nicht getan, so hätten die Aroser die Strafbank weit häufiger aufsuchen müssen."
    Nicht mit den Schiedsrichtern, sondern mit einem eigenen Torrichter haderten Luganos Verantwortliche beim 3:5 gegen Davos Anfang Januar. Wilsons Ausgleichstreffer zum 2:2 war nämlich gar keiner. Der Puck prallte vom Pfosten ins Spielfeld zurück. Der Torrichter liess reaktionsschnell die rote Lampe aufleuchten. Anschliessend stand er felsenfest zu seinem (Fehl-)Entscheid. Wenig Verständnis für den HCD-freundlichen Torrichter hatte Luganos Präsident Geo Mantegazza. Er legte dem "Sünder" nahe, möglichst leise und unbemerkt zu verschwinden, worauf im Schlussdrittel promt ein anderer die Torlampe bediente. Der HCD kümmerte sich nicht um solche Episoden. Er setzte seinen Siegeszug fort. Am 7. Februar schmiedete er sein Meisterstück mit einem 7:4-Sieg über den Zürcher SC zu Ende. Stehend und händeklatschend begleitete das Davoser Publikum seine Mannschaft während der beiden letzten Spielminuten zum ersten Meistertitel seit 24 Jahren, bevor die Freinacht mit Polizeistunde in ganz Davos erst um zwei Uhr in der Früh stieg. Keinen Meisterkater verriet zumindest Eberle vier Tage später beim Auftritt in Langnau. Der Flügelstürmer "erlegte" die zahmen "Tiger" beim 12:2-Kantersieg mit sieben Treffern fast im Alleingang. Den lang ersehnten Meisterpokal durfte Captain Jaques Sougel am 3. März nach dem Heimspiel gegen Lugano aus den Händen von Nationaliga-Präsident André Perey in Empfang nehmen. Unterschiedlich genossen die Davoser Spieler die Stunde des Triumphes. Einige suchten bald einmal die Ruhe in der vertrauten Kabine, andere liessen sich noch lange von den Fans auf dem Eis feiern. Auf den Schultern von HCD-Anhängern verteidigte Mazzoleni den Pokal, während Claude Sougel zum beliebten Souvenier-Objekt wurde. Die Fans rissen dem stämmigen Verteidiger nicht nur das Leibchen vom Körper, sondern auch die Schlittschuhe, die Hosen und sämtliche Schutzgegenstände. Nur noch mit der Unterwäsche bekleidet, flüchtete er in die Kabine, derweil sich zwei auf dem Eis noch lange um seine eigenen Hosen balgten.

    Die Trainer der geschlagenen Natinonaliga-A-Gegner waren sich Ende Saison einig, dass sich Davos diesen Triumph redlich verdient hatte."Der HCD spielt auf dem höchsten Nieveau, der Schweiz, was ebenfalls auf die einzelnen Spieler zutrifft", bemerkte Luganos Coach John Slettvoll. "Zudem befinden sich die Davoser Spieler in einer guten körperlichen Verfassung, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sie im Oktober und November noch besser spielten als nach der Weihnachtspause. Aber mit einem solch hervoragenden Spielerkader macht eine Formschwankung nicht viel aus." Kent Ruhnke, Trainer beim enttrohnten Titelverteidiger Biel, meinte zur Frage, weshalb Davos Meister geworden sei: "Ganz einfach, der HCD ist das beste Team. Er hat die besten und talentiertesten Akteure der Nationaliga. Ausser Ron Wilson besteht die Abwehr fast nur aus Nationalspielern. Auch im Sturm verfügt die Mannschaft über fünf Internationale plus Lance Nethery. So betrachtet stellt Davos das grösste Kontingent an "Nati-Spielern" von allen NLA-Mannschaften."

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