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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    8716 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Saison 1985/1986 - Vom Favoriten zum Spielverderber

    Einsatz bis zum Umfallen: Daniele Paganini gegen Jöri Mattli.

    Sandro Bertaggia (links) versucht Lothar Batts Flügellauf zu stoppen.

    Sergio Soguel im Clinch mit Luganos Torhüter Thierry Andrey und Beat Kaufmann.

    Die Aroser Reino Sundberg (rechts) und Lolo Schmid verteidigten auf den Knien gegen Sergio Soguel.

    Lance Nethery spielt Luganos Thierry Andrey klassisch aus.

    Luganos Goalgetter Kent Johansson stresst Richi Bucher, Ron Wilson und Daniele Paganini

    Luganos Ausländerduo Kent Johansson und Mats Waltin (hinten) beobachtet Daniele Paganini.

    Zur Saison 1985/86 startete der HCD wohl als Titelverteidiger, aber nicht mehr in der Favoritenrolle, sondern viel mehr in jener des Spielverderbers. Die Abgänge eines ganzen Sturmes - Jörg Eberle wechselte zum HC Lugano, Christian Weber zum Zürcher SC, und Enrico Triulzi kehrte zu seinem Stammklub nach St. Moritz zurück - machten den Schweizer Meister zum Aussenseiter. Als klare Nummer 1 begann der HC Lugano die Meisterschaft, nachdem er auf dem Transfermarkt erneut zugeschlagen hatte. Neben Eberle zügelten Riccardo Fuhrer, Sandro Bertaggia, Andy Ton und Roberto Triulzi in die Sonnenstube.

    Neu war bei Davos nach den beiden vorangegangenen Meistertiteln nicht nur die Ausgangslage und mit Ron Ivany der Trainer, neu präsentierte sich auch die Formel. Um den Nervenkitzel in ungeahnte Höhen zu schrauben, wurde dem Eishockey in Kanada schon viel früher ein Modus verpasst, der die Zuschauer ständig und bis zum allerletzten Match in Hochspannung hält: "Play-off" hiess das Zauberrezept, "Sudden Death" die teuflische Würze, die neu auch in der Schweiz angewendet wurde. Die ersten 36 Meisterschaftsrunden dienten primär der Ermittlung jener vier Sonnenplätze, in denen anschliessend im Modus der Titelträger ermittelt wurde. DIe Play-off prägten natürlich auch beim HCD die Saisonplanung. "Natürlich wollen wir nach der Qualifikation unter den vier sein", erklärte TK-Chef Beat Villiger unmissverständlich. "Wir versuchen dem Publikum ein attraktives, kämpferisches Eishockey zu bieten. Dabei müssen wir versuchen, zu Hause sehr gut zu punkten und auswärts die einfachen Spiele zu gewinnen sowie bei den anderen einen ordentlichen Eindruck zu hinterlassen." Keine Probleme ortete Villiger wegen des Trainerwechsels:<<Wer einen wilden Haufen wie die italienische <Nati> oder italiensiche Vereine mit ihren ruimentären Klubmannschaften hat leiten können, wird sich auch in Davos behaupten." Ivanys taktische Überlegungen umschrieb Villiger folgendermassen: "Im Verteidigungsdrittel hat die Mannschaft klare Diretiven. Vorne gewährt der neue Trainer den Spielern mehr <künstlerische>Freiheiten. Diese sind mit einem gewissen Risiko, aber auch mit mehr Überraschungsmomenten verbunden." Der TK-Chef erwies sich als guter Prophet. Nach der Qualifikation lag Davos hinter Lugano an zweiter Stelle. Der HCD zeigte sich als guter Prophet. Nach der Qualifikation lag Davos hinter Lugano an zweiter Lugano an zweiter Stelle. Der HCD zeigte sich als Heimmacht. Von den 18 Punktpartien in der Davoser Eissporthalle gestaltete er 15 siegreich. Je einmal trennte er sich von Arosa (3:3) und Ambri (6:6) mit einem Unentschieden. Und die einzige Heimniederlage steckten die Ivany-Schützlinge gegen Lugano (4:5) ein. Auswärts standen neun Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen gegenüber.

    "Go, go, HCD!"

    Pünktlich zum Meisterschaftsbeginn war eine neue Musikkasette mit alten und neuen HCD-Songs erschienen. Die spritzigen Texte und Melodien stammen aus der Feder von HCD-Fan Frank H. Furrer. Und für die musikalische Umsetzung sorgte die Show-Band Koreana, die sich mit dem Anfeuerungssong "Go, go, HCD!" bereits vorher in die Herzen der Davoser Angänger gesungen und gespielt hatte. Recht unzimperlich wurden in einem der Stücke die HCD-Gegner charakterisiert:"Wie stark sind doch d'Gägner i däm Johr, droht ächt am HCD a Gfohr? Olta isch ziimli sicher schwach, d'Aroser händ glau wiider Krach. Ir Nati A isch's Sierre nid wohl, Fribourg macht einfach zuwenig Gool. Biel oh weh, isch niena meh, besser isch dr HCD. - Dr ZSC hät's hoch im Kopf, und Klota schüsst eifach kei Topf. Lugano isch wohrschinlich guat, doch Ambri hät uf sii a Wuat. Biel oh Weh, isch niena meh, besser isch dr HCD." Gleich beim Meisterschaftsauftakt bekamen die Zuschauer den HCD-Song zu hören und Sierre die Heimstärke der Bündner zu spüren. Der HCD überfuhr die Walliser mit einem 8:1. Schon nach 132 Spielsekunden eröffnete der von Chur heimgekehrte Remo Gross den Torreigen mit einem erfolgreichen Solo. Wesentlich mehr zu arbeiten als Davos-Torhüter Richi Bucher hatte TK-Chef Villiger in seinem gelernten Beruf als Arzt. Didier Massy und Daniele Paganini liessen sich je eine Platzwunde am Kopf nähen. Böser erwischte es zwei betrunkene Zuschauer, welche eine Stadiontreppe hinunterpurzelten. Einer musste gar bewusstlos ins Spital eingeliefert werden. Zu den Höhepunkten während der Qualifikation zählten einmal mehr die Bündner-Derbies gegen Arosa. Im ersten siegte Davos nach einem 0:2-Rückstand mit 8:3.

    Besonders beeindruckend äusserte sich nach dem Match Arosa-Captain Lolo Schmid über die zweite HCD-Linie, die Thomas Müller, Sergio Sougel und Lothar Batt bildeten."Das ist die neue Generation. Dieser Sturm hat, angeführt von Reisser Thomas Müller, Anlagen für eine Nati-Formation." Tatsächlich streifte sich das ganze Trio später das rot-weisse Schweizertrikot über. Das zweite Derby endete nach einer hochstehenden Begegnung 4:4. Diesmal gaben die Davoser eine 2:0-Führung preis. Sie mussten gar froh sein, dass Lance Nethery mit seinem Treffer in der drittletzten Minute wenigstens noch einen Punkt rettete. Als die HCD-Fans wegen der prickelnden Stimmung während der Partie immer leiser wurden, reagierte Richi Bucher. Der Torhüter drehte sich kurzerhand zu den Zuschauerrängen um und brachte mit rhytmischen Armbewegungen den Chor wieder in Stimmung. Unentschieden endete auch der dritte Vergleich zwischen Davos und Arosa. Das 3:3 erhielt am 7. Dezember 1985 aber einen historischen Stellenwert.: Nach 25 aufeinanderfolgenden Heimsiegen gab der HCD damit erstmals seit der 4:6-Niederlage am 27. Oktober 1984 wieder einen Punkt auf eigenem Eis ab. Von weit höherer geschichtlicher Bedeutung war das nächste Derby, das Davos mit 7:5 gewann. Als die 5680 Zuschauer am 25. Januar 1986 die Aroser Eissporthalle verliessen, ahnten sie noch nicht, das sie eben Zeugen des letzten Vergleichs zwischen den beiden Bündner Traditionsklubs auf höchster Ebene waren. Tatsache wurde diese traurige Situation erst nach Meisterschaftsende, als der EHC Arosa aus finanziellen Gründen seinen freiwilligen Abstieg aus der Nationaliga A bekanntgab.

    Ron Wilsons Prestigeerfolg

    Nach Mass begannen für Davos die Play-off. Im ersten Halbfinalspiel schockten die Bündner den EHC Kloten mit einem Blitzstart. Durch Treffer von Thomas Müller, Ron Wilson und Fausto Mazzoleni führte der HCD bereits nach 259 Sekunden mit 3:0. Nach dem Match sagte der strahlende zweifache Torschütze WIlson, dass er den 4:2-Sieg einem Nachbarn schon am Nachmittag prophezeit habe. Für den Amerikaner, der in der Saison 1981/82 für Kloten gespielt hatte, wars's auch ein Prestigeerfolg:"In Kloten hiess es, ich sei nur wegen des Geldes nach Davos gezogen. Ich tat es aber auch, weil ich hier die bessere Mannschaft vorfand." Im zweiten Play-off-Match nützten die "Flieger" ihren Heimvorteil aus. Bob Mongrain steuerte gleich fünf Tore zum Klotener 8:5-Sieg bei. In einer offensiv geführten Partie fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase. Bis zur 49. Minute führten die Gäste noch mit 5:4. So musste ein drittes Spiel in Davos über den Einzug in den Play-off-Final entscheiden. Mit einem 8:1 demütigte der HCD debei seinen Wiedersacher. Lance Nethery meldete Klotens Goalgetter Bob Mongrain völlig ab und trat dazu noch als Einfädler oder Vollstrecker von vier Davoser Toren in Erscheinung.

    Johansson zerstörte die HCD-Hoffnungen

    Fatale 379 Sekunden entschieden darauf das erste Finalspiel in Lugano zugunsten der Tessiner. Innerhalb von 12 Sekunden schossen Kent Johansson und Andy Ton am Ende des zweiten Drittels den Platzklub mit 2:0 in Führung, und nach gut 43 Spielminuten stand das 5:0-Schlussresultat fest. Für Ron Wilson war der Titelkampf in Lugano ein Spiel gegen eine Topmannschaft und fast 8000 Zuschauer. War der Amerikaner am Puck, erzitterte die Resega unter Pfiffen.
    Es wurden Spruchbänder gehisst wie "Wilson, wir wollen Spieler, keine Clowns". Der Amerikaner meinte:"Das ist ein verrücktes Publikum. Bereits beim Einlaufen erhielt ich Eier ins Gesicht. Und als ich auf die Strafbank musste, spuckten mich Dutzende an. Hätte ich als Spieler die vom Publikum aufs Eis geworfenen Gegenstände zurückgeschmissen, hätte ich eine Strafe kassiert. Das hat doch nichts mehr mit Sport zu tun."
    Vier Tage später endete die Meisterschaft in Davos nach einem Hitchcock-Finale mit einem 7:5-Sieg der Luganesi. Beim 4:2 nach zwei Dritteln und dem 5:4 nach 57 Minuten waren die Platzherren noch auf dem Weg zum einem Entscheidungsspiel gewesen. Dann zerstörte Luganos Schwede Kent Johansson mit seinen persönlichen Treffern drei und vier innerhalb von gut zehn Spielminuten die Hoffnungen der Davoser auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Die Art, wie die Niederlage zustande kam, schmerzte."Es hat nicht sollen sein. Nach der 4:2-Führung nutzten wir unsere Chancen nicht", brachte Fausto Mazzloleni über die Lippen. Einen treffenden Vergleich zog Kurt Amman, der früher die Radprofis im Cilo-Aufina-Team weichgeknetet hatte:"Das war, wie wenn zwei Rennfahrer bei Mailand-San Remo auf ihrer Flucht in den letzten Kilometern einbiegen und dann einer einen Plattfuss einfängt - Pech, einfach Pech!" Während bei den Davosern betroffene Ruhe herrschte, feierten in der Kabine nebenan die Tessiner den ersten Meistertitel in ihrer Klubgeschichte. Bedeutenden Anteil an diesem Triumph hatten zwei, die auch die Gegenpartei besonders kannten oder später kennenlernten: Jörg Eberle, der zuvor zwei Jahre für Davos gestürmt hatte, gewann die dritte Meisterschaft in Serie. Und Luganos Verteidigungsstratege Mats Waltin übernahm 1992 den HCD als Trainer.

    Im Europacup gegen Södertälje

    Zusätzlich zur Meisterschaft absolvierte Davos sein zweites Europacup-Abenteuer. Es begann im November gegen den jugoslawischen Rekormeister Jesenice. Fürs Hinspiel reisten die Bündner an einem Mittwoch mit dem Schlafwagen nach Südosten, nachdem sie am Abend zuvor zu Hause Ambri noch mit 9:7 bezwungen hatten. Am Donnerstag morgen um sechs Uhr erreichten die Davoser die rund 60 Kilometer von Ljubljana entfernte Industriestadt. Ohne besondere Vorbereitung fertigten sie ihren Wiedersacher mit einem 8:5-Sieg ab. Zeit zum Feiern blieb keine. Die Mannschaft setzte sich bald für die Rückfahrt in den Zug, so dass sie am Freitag Mittag bereits wieder in Davos eintraf. Weniger von Bedeutung war zwei Wochen später im Rückspiel der problemlose 9:2-Sieg als die Tatsache, dass sich der HCD damit für die nächste Runde gegen den schwedischen Meister Södertälje qualifizierte. Anfang Februar kamen die Skandinavier mit all ihren Stars nach Davos, angeführt von Captain Anders Eldebrink (dem späteren Starverteidiger des EHC Kloten), Hardy Aström und Peter Wallin. Alle drei hatten sich Reife und Routine im Stahlbad der NHL zugelegt. Weitere sieben Stürmer von Södertälje verfügten über Nationalmannschaftserfahrung. In dieser Topbesetzung erteilten die Schweden dem HCD beim 9:5-Sieg Anschauungsunterricht. Sie wiesen in jeder Beziehung Vorteile auf, glänzten als ausgezeichnete Techniker und Schlittschuhläufer, welche das Tempo nach Belieben variierten. Das Europacup-Abenteuer endete für bereits am folgenden Tag, als Södertälje auch das Rückspiel, das in Zürich ausgetragen wurde, mit 9:5 gewann.

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    7.Kloten-Flyers00
    8.Langnau00

    9.Lugano00
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