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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    8478 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Saison 1986/1987 - Drei "Matchbälle" vergeben

    Craig Levie wirft sich gegen Chur in einen Schuss.

    Klotens Manuele Celio hält Philipp Neuenschwander zurück.

    Reto Müller kontrolliert die Scheibe.

    Fausto Mazzoleni lässt Klotens Reto Pavoni keine Abwehrchance.

    Dave Randall (links) und Klotens Mittelstürmer Bob Mongrain im Gleichschritt.

    Eine bedeutende Veränderung prägte das Gesicht des HC Davos, Ausgabe 1986/87: Ron Wilson folgte den Verlockungen der NHL in seine Heimat. Den omnipräsenten amerikanischen Verteidiger mit mehr Stärken in der Offensive als in der Defensive zu ersetzen, erwies sich als heikle Ausgabe. Wilson verliess Davos, um bei den Minnesotha North Stars das Leibchen der Nummer 34 zu übernehmen, das bis anhin einem gewissen Craig Levie gehört hatte. Genau dieser Levie kam ins Landwassertal, um die Lücke zu schliessen, die Wilson hinterlassen hatte. "Kann ich nur halb soviel bringen wie Wilson, bin ich schon zufrieden", sagte der Kanadier bei seiner Ankunft bescheiden. "Ich bin ein anderer Typ als mein Vorgänger. Eishockey ist für mich ein Mannschaftssport. Ich will hart für das Team arbeiten und werde versuchen, meine Aufgabe hundertprozentig zu erfüllen." Levies erste Wochen in der Schweiz standen allerdings unter einem ungünstigen Stern. Wegen einer Aduktorenzerrung konnte er erst kurz vor Meisterschaftsbeginn in den Davoser Vorbereitungspartien mitwirkten. Eine Vorbereitung übrigens mit nicht gerade vielversprechend Resultaten: Neben drei Unentschieden setzte es lauter Niederlagen ab.

    Zu Hause stark, auswärts schwach

    Diese Serie fand beim Meisterschaftsauftakt in Kloten mit einem 3:4 seine unrühmliche Fortsetzung. Im folgenden Heimspiel kehrte der HCD nach 227 sieglosen Tagen mit einem klaren 9:3-Erfolg über Sierre endlich wieder auf die Siegerstrasse zurück. Die ganze Qualifikation erwies sich als Spiegelbild der vorangegangenen Saison mit Abwärtstendenzen. Davos bildete zu Hause erneut eine Macht. Es gewann 15 seiner 18 Heimpartien, teilte nur mit Gottéron-Fribourg (3:3) die Punkte und musste sich von Ambri (3:9) sowie Kloten (4:6) je einmal geschlagen geben. Auswärts tat sich die Ivany-Truppe schwerer. Gleich zehnmal verliess sie das Eis als Verlierer. Es fehlten vor allem Wilsons (Verteidiger-)Tore. Darauf hatte nach Levies glänzendem Einstand vorerst nichts schliessen lassen. Nach vier Meisterschaftsrunden hatte der Kanadier bereits sechs Treffer und vier Assists auf seinem Konto, womit er in der Skorerliste erster Verfolger von Luganos Kent Johansson war. Die Freude und Zuversicht bei Spielern, Teamkollegen und Vorstand dauerten leider nicht lange. Im fünften Punktespiel brach Levies alte Zerrung wieder auf. Der HCD reagierte rasch. Als Ersatz für den Pechvogel verpflichtete er vorerst für vier Wochen und dann bis Ende Jahr vom Team Canada Dave Randall. Der 95-Kilogramm-Koloss setzte sich in Vancouver sofort ins Flugzeug, traf am Dienstag vormittag in Kloten ein und schoss am selben Abend in der drittletzten Minute den entscheidenden vierten Treffer beim 5:3-Sieg über den SC Bern. Mit Fortdauer der Meisterschaft bildete Randall allerdings nicht die erhoffte Verstärkung. Und weil Levie nach einem weiteren Einsatzversuch die Meisterschaft wegen seiner Aduktorenverletzung definitiv vorzeitig beenden musste, engagierte der HCD in der Spengler-Cup-Woche David Farrish für den Rest der Saison. Weil der EHC Chur zum zweitenmal in seiner Klubgeschichte den Aufstieg in die oberste Spielklasse verwirklicht hatte, mussten die Eishockeyfans in Graubünden nicht gänzlich auf Derbies verzichten. Bezüglich Stimmung erreichten die Partien zwischen Davos und Chur allerdings bei weitem nicht denselben Pegel wie die traditionellen Vergleiche zwischen Davos und Arosa. Daran konnte auch der gute und erste Churer Auftritt im Herbst'86 nichts ändern. Der HCD setzte sich nur mühsam mit 3:1 durch, und dafür geriet Chur-Trainer Alex Andjelic um so mehr in Rage."Das war klarer Diebstahl", ärgerte er sich über verschiedene Entscheide von Headschiedsrichter Bernhard Hirschi. "Schade, dass die Polizei nicht da war, sie hätte ihn glatt abgeholt. Wenn mir der Verband für diese Worte 200 Franken aufbrummt, schicke ich ihnen 300 Franken - eine Hunderternote zusätzlich für die Schiedsrichterausbildung."
    Nichts an den Refs auszusetzen hatte Andjelic nach dem zweiten Derby. Schliesslich gewannen seine Schützlinge mit 4:3. Damit besiegten sie den Kantonsrivalen zum ersten und bislang einzigen Mal überhaupt in der Nationaliga A. Der Zufall bei der Spielplangestaltung wollte es, dass im letzten Qualifikationsdurchgang wie anschliessend auch im Play-off-Halbfinal Davos und Kloten aufeinandertrafen. Die "Flieger" sicherten sich mit einem 6:4 die beiden Auswärtspunkte und festigten damit ihren zweiten Platz hinter dem HC Lugano. Die missglückte Hauptprobe erwies sich für den HCD aber - wie es im Theater oft der Fall ist - als gutes Omen. Davos begann die Play-off-Serie in Kloten mit einem souveränen 7:3-Kantersieg. Glasklar analysierte Nationaltrainer Simon Schenk die Partie: "Davos agierte mit viel Biss und Cleverness, hatte bezüglich Organisation und Kampfgeist ein Plus, in David Farrish und Lance Nethery die besseren Ausländer, in Richi Bucher den besseren Rückhalt und war deshalb ein logischer Sieger." Natürlich erwähnte Schenk auch Thomas Müller, weil der HCD-Stürmer "mit seinem Speed immer wieder Löcher in die gegnerische Abwehr riss."

    Klotens Aufholjagd

    Mit einem 5:2 im zweiten Match stiessen die Bündner drei Tage später die Türe zum Play-off-Final weit auf. In der Tennissprache sicherten sie sich damit drei Matchbälle. "Entscheidend war die Fünfminutenstrafe gegen Daniele Paganini", meinte nach dem Spiel HCD-Trainer Ron Ivany. "In Unterzahl erzielte Jaques Sougel das wichtige 2:1, während Kloten in dieser Phase kaum zu Torchancen kam." Den ersten Matchball wehrten die Zürcher mit einem knappen 3:2 ab. Felix Hollestein markierte den Siegtreffer sechs Minuten vor der Schlusssirene."Der Erfolg Klotens geht in Ordnung", kommentierte HCD-Präsident Gery Diethelm. "Beide Teams spielten extrem defensiv. Es war ein richtiger Abnützungskampf. In Davos müssen wir die Chance nun unbedingt nutzen." Diethelms Hoffnung erfüllte sich nicht. Mit einem diskussionslosen 5:1-Erfolg in Davos erzwang Kloten ein fünftes Spiel. Schenk verglich den vierten Match mit der Leichtathletik: "Kloten war in der psychologisch günstigeren Ausgangslage. Wie im Endkampf eines 800-Meter-Laufes waren die <Flieger> die Jäger und die Davoser die Gejagten. Die Gäste wussten diese Situation geschickt zu nutzen." Im fünften Match machten die Bündner im zweiten Drittel einen Dreitorerückstand wett, ehe sich Kloten doch noch mit 7:4 durchsetzte. Peter Schlagenhauf, der an sechs Treffern direkt beteiligt war, fiel es nicht schwer, den geschlagenen Gegner zu trösten: "Davos hat Moral und Charakter bewiesen. Beinahe hätte es den Bündnern doch wieder gereicht, aber eben nur beinahe."
    In zwei Partien ermittelten Davos und Ambri noch den Bronzemedalliengewinner. Weil die Tessiner nach der 6:8-Niederlage in Davos das Rückspiel in der Valascia-Halle mit 7:3 gewannen, wurde in der zweiten Partie ein "Sudden Death" nötig. In der achten Minute der Verlängerung schoss Lance Nethery im dritten Nachschuss das entscheidende Tor für Davos, nachdem zuvor Steve Stockman zweimal in aussichtsreicher Position an Bucher gescheitert war.

    Ron Ivany, dessen Abgang als Trainer zum HC Milano vor den Play-off feststand, zog schon nach dem Aus in Kloten Bilanz aus seinem zweijährigen Wirken in Davos: "Kloten war als Mannschaft hungriger auf den Erfolg als wir. Die <Flieger> sind auf dem Weg zur Spitze, Davos hat hingegen den Zenit überschritten. Die Akteure werden langsam älter. Bei Davos fehlen mit Ausnahme von Philipp Neuenschwander in den beiden letzten Jahren die guten Transfers." Der Kanadier prophezeite dem HCD schon im März 1987 eine düstere Zukunft: "Ich glaube, das grösste Problem des HC Davos ist die Zufriedenheit mit dem erreichten. Vor einem Jahr war ich sehr enttäuscht, als wir den Play-off-Final gegen Lugano verloren. Andere gaben sich mit dem zweiten Platz zufrieden. Die Ursache dieses Problems liegt im Geld. In aller Fairness zum Vorstand muss ich sagen, dass Davos gar nicht mehr mit Lugano, Bern und Ambri um Spieler auf dem Markt kämpfen will. Ohne Geld sind heute in der Nationaliga A aber keine Topspieler mehr zu bekommen. Der HCD-Vorstand setzt auf die Erneuerung aus den eigenen Junioren. Das birgt Probleme für den Trainer, denn von ihm werden Siege erwartet. Zum Gewinnen braucht es aber die besten Spieler. Offensichtlich will der Vorstand mit den Schweizer Spitzenklubs nicht mehr mithalten. Wohin dieser Weg führt, weiss ich nicht." Der Gentleman ahnte es wohl, hüllte sich aber in Schweigen. Und bei der HCD-Führung verhallte sein Warnung unerhört.

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