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    Plauderbox
    Name:
    Message:
    4491 Zahl wiederholen

    30.07.2010 13:39
    ZSC
    Es lebe die Fangemeinschaft des HCD!! Wer kommt von den jungen Wilden aufgrund der Erzählungen von Ambühl noch zum Z!!!

    30.07.2010 12:55
    davos 4-ever
    zsc niana meh nuno ida nati B.

    29.07.2010 16:52
    fan83
    bla bla bla bla bla

    29.07.2010 13:02
    ZSC
    @fan83 du hast ja Niveau. Aber von einem der offenbar alles viel fürher weiss ist ja nichts anderes zu erwarten

    29.07.2010 12:52
    fan83
    @marha to back
    nur i weisses scho vill länger

    29.07.2010 12:51
    fan83
    f... y.. zsc

     
     
    Saison 1990/1991 - Geglücktes Zwischenspiel in der 1. Liga

    Daniele Paganini tankt sich durch die Luzerner Abwehr.

    Drei treue HCD-Spieler nehmen Abschied (v.l.): Jacques Soguel, Daniele Paganini und Michael Jäger

    Der HC Davos im Aufstiegstaumel.

    Die Aufstiegszigarren qualmen.

    Präsident Werner Kohler lässt die Champagnerkorken knallen.

    Aus den Fehlern seines ersten Amateurjahres zog der Vorstand mit Werner Kohler für die anstehende 1.Liga-Saison die richtigen Konsequenzen. Als Trainer wurde Lance Nethery verpflichtet. Der Kanadier hatte seine vorbildliche, hundertprozentige Einstellung als HCD-Spieler in den achziger Jahren unter Beweis gestellt. Er galt in der Davoser Bevölkerung und auch im Klub als Integrationsfigur und nutzte die Chance in den Niederungen der 1. Liga zum Einstieg ins Trainermetier. Den Stamm von Netherys neuer Mannschaft bildeten Akteure wie Jecques Sougel, Daniele Paganini, Remo Gross, Michael Jäger und Marino Buriola, mit denen der Kanadier selber noch in der Nationaliga A beim HCD gespielt hatte. Auch Talente wie Oliver Roth, Räto Schneider oder Michael Rosenast hielten Davos trotz des Abstiegs die Treue. Mit diesem für 1.-Liga-Verhältnisse substanziell sehr hoch eingestuften Kader schob sich der HCD natürlich unmissverständlich in die Favoritenrolle. Der Vorstand machte auch kein Geheimnis daraus, dass er die Saison 1990/91 als einmaliges Zwischenspiel in der 1. Liga zum sofortigen Wiederaufstieg nutzen wollte. Bereits in den ersten Vorbereitungsspielen bekamen in den ersten Vorbereitungsspielen bekamen die HCD-Routiniers zu spüren, dass in der 1. Liga vieles anders ist als im bisher gewohnten Nationaliga-Eishockey."Während der ersten Testpartien standen wir mit offenen Augen da und wunderten uns, was hier alles möglich ist", schilderte Jaques Sougel seinen eher negativen Eindruck."Rein spielerisch ist das Niveau bedenklich schwach, oft hat es mit Eishockey wenig zu tun. Anscheinend lernen Erstligaspieler weniger die technische Seite des Spiels. Dafür wird ihnen eingeflösst, stets auf den Mann zu gehen." Ins selbe Horn stiess Remo Gross: "In der 1. Liga wehren sich die Leute mit Händen und Füssen - Kampf und nicht Technik ist Trumpf. Davos darf sich nicht anpassen, sondern muss seine Gegner mit einem schnellen Spiel einschnüren. Dazu ist viel Disziplin nötig." Wie seine Kameraden musste auch Daniele Paganini sich zuerst an die unkonventionelle Gangart der Widersacher gewöhnen."Plötzlich kann es passieren, dass du von drei Seiten gleichzeitig angegriffen wirst. Statt dich zu wundern, musst du schnell die so entstehende Lücke beim Gegner suchen und den Puck rasch weiterspielen."

    Das böse Erwachen

    Gleich zum Meisterschaftsauftakt trafen mit Davos der Top- und mit den Grasshoppers der meistgenannte Geheimfavorit aufeinander, der auf dem Transfermarkt wacker zugelangt hatte. Für die Bündner setzte es ein böses Erwachen ab: Vor 1250 Zuschauern - das waren bedeutend mehr als in den zahlreichen Heimspielen der vorangegangenen Nationaliga-B-Saison unterlagen sie mit 2:4. Der 18jährige Jan Bileter brachte den Platzklub in den ersten 14 Spielminuten noch mit 2:1 in Führung. Anschliesend führten jedoch eine miserable Chancenauswertung sowie der ausgezeichnete GC-Torhüter Michael Nyfflerer zum verpatzen Davoser Meisterschaftsbeginn. Nach zwei Problemlosen Erfolgen gegen Wetzikon (7:2) und gegen Urdorf (4:1) bekamen die Bündner die Widrigkeiten der 1. Liga auf eine andere Art und Weise zu spüren: Auf der offenen Kunsteisbahn in Küsnacht regnete es wie aus Kübeln. Und "geduscht" wurden die Nethery-Schützlinge auch von den Zürchern: Nach Michael Jägers Führungstreffer verloren die Gäste noch mit 1:4. Alle Gegentreffer fielen im Schlussdrittel, nachdem die Bündner ihren Tothüter Marino Buriola durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatten. So lag Davos nach vier Runden hinter den noch verlustpunktlosen Grasshoppers und auch schon drei Punkte hinter dem Kantonsrivalen Arosa.

    Mit sechs Treffern innert 549 Sekunden schoss sich der HCD im nächsten Match beim 7:0 über Uzwil allen Frust aus der Seele und gleichzeitig fürs folgende Derby in Arosa ein - eine Partie, die bei vielen Eishockeyfans Erinnerungen an die glorreichen vergangenen Zeiten wachrief. Letztmals waren sich die beiden grossen Kontrahenden am 25. Januar 1986 noch in der Nationaliga A in einem Punktespiel gegenübergestanden, wobei Davos mit 7:5 gewonnen hatte. Am 17. November 1990 trafen sie sich zwei Klassen tiefer wieder. Dennoch pilgerten die Zuschauer scharenweise zuhinterst ins Schanfigg. Als Headschiedsrichter Hugentobler die Partie um 20.00 Uhr anpfiff, standen die Fans vor den Kassenhäuschen noch Schlange. Genau 2853 waren es schliesslich, die Eintritt begehrten. Sie liessen in der Eishalle Obersee eine Altmosphäre wie früher aufkommen. Vom grossen Interesse für dieses Derby wurde auch die Rhätische Bahn überrascht. Sie reagierte promt und führte nach dem Match den Extrazug gleich doppelt, um die über 800 Bahnreisenden nach Chur zurückzubringen. Die vielen Zuschauer sahen ein gutes Spiel, in dem sich der HC Davos klar und verdient mit 4:1 durchsetzte. Entscheidend beteiligte sich am Erfolg einer, der schon in der Nationaliga A unzählige Derby-Schlachten ausgetragen hatte: Jacques Sougel. Das 2:0 erzielte er selber, und vor dem ersten und dritten Davoser Treffer passte er die Scheibe zum Torschützen Michael Rosenast. Je länger die Meisterschaft dauerte, um so souveräner wurden die Davoser. Sie machten sich teilweise selber zum gefährlichen Gegner."Fordert uns ein Widersacher, spielen wir recht gut", stellte Jacques Sougel fest. "Setzt er uns aber nicht unter Druck, beginnen bereits unsere Probleme: Mit endlosen Dribblings, Alleingängen und sinnlosem <Herumlölen> zerstören wir unser eigenes Spiel. Statt dessen nehmen wir das <Hauruck-Eishockey> des Gegners an, und dann läuft überhaupt nichts mehr rund bei uns." Immerhin hatten sich die Bündner selber derart im Griff, dass sie nach dem 1:4 in Wetzikon bis zum Jahresende keinen Punkt mehr abgaben. Mit einem 5:2-Heimsieg über die Grasshoppers übernahmen sie noch vor der Weihnachtspause die Tabellenspitze.
    Einen Warnschuss zur rechten Zeit gab's für Davos beim 3:44 in Uzwil im ersten Auswärtsspiel des Jahres 1991. "Wir haben schwach gespielt - hinten, vorne, überall", kommentiert Nethery die Niederlage. Für den Fehltritt musste der nächste Gegner, Arosa büssen. Der HCD liess den Schanfiggern vor 2780 Zuschauern beim 4:0 keinen Stich. Klarer verliefen die Kantonsderbies zwischen Davos und St. Moritz. Zu Hause setzte sich der HCD mit 9:2 durch, im Engadin siegte er gegen den Liganeuling mit 9:5. Davos beendete die 22 Runden umfassenden Gruppenspiele mit der beeindruckenden Bilanz von 19 Siegen und nur drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 131:47. Mit Remo Gross, Jacques Sougel und Michael Rosenast stellten die Bündner die überragende Linie in dieser Liga. Sie wurde in der Regel vom erfahrenen Verteidiger Markus Keller sehr wirkungsvoll unterstützt.
    Der Modus wollte es, dass die vier Gruppensieger im Play-off-System den Gruppensieger ermitteln. In den Halbfinals traf Davos auf Uzwil, mit dem es kurzen Prozess machte. Dem 10:2-Heimsieg liess der HCD in der Uzenhalle ein sicheres 8:2 folgen. Schwieriger gestaltete sich der Final. Da lagen die Bündner gegen die Grasshoppers nach 35. Minuten mit 2:3 zurück, ehe sie sich mit 5:3 zurücksetzten. Mit einem 7:0-Kantererfolg beendeten sie zwei Tage später die Saison der Zürcher. Gleichzeitig qualifizierten sie sich für die Aufstiegsrunde, wo sie gegen Dübendorf und Neuenburg die beiden künftigen Nationaliga-B-Plätze ausmachten.

    Der Auftakt verlief in Neuenburg harzig. Ab der dritten Minute rannte der HCD einem Rückstand nach. Erst 91 Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang Markus Keller mit seinem wichtigsten Treffer für Davos überhaupt der Ausgleich zum 4:4. Dieser Punkt war für den HCD bereits mehr als die halbe Miete auf dem Weg zurück in die Nationaliga B. In den beiden folgenden Heimspielen machte er mit einem 5:2 über Dübendorf und einem 4:1 über Neuenburg alles klar. Die 1. Liga erwies sich als einmaliges, geglücktes Zwischenspiel. Die Stärken seiner (Aufstiegs-)Mannschaft sah Trainer Lance Nethery in der grossen Ausgeglichenheit."Jede Position ist gut besetzt. Wir haben keine Spieler, die ihren Job nicht erfüllen können. Hinzu kam eine Art Schneeball-Effekt bezüglich der positiven Stimmten Stimmung. Eishockey ist eine mentale Angelegenheit. Wenn's dem Team rund läuft, werden die Spieler immer besser." Präsident Werner Kohler stellte neben dem sportlichen Erfolg mit Genugtuung auch die finanzielle Gesundung fest. Innert zwei Jahren trug der neue Vorstand die gesamte Vereinsschuld von 1,1 Millionen Franken ab. Für die Zukunft formulierte Kohler schon am 19. März 1991, am Tag der Rückkehr in die Nationaliga B, klare Ziele: "In den nächsten Saison peilen wir den Ligaerhalt an, und zwar ohne Bangen und Würgen. Mittelfristig glaube ich nicht, dass man Davos im "B"halten kann. Der HCD muss wieder in die oberste Spielklasse zurückkehren"

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