Eng mit dem HC Davos verbunden ist der Spengler-Cup. Was 1923 nach dem Ersten Weltkrieg in Davos als völkerverbindendes sportliches Kräftemessen ins Leben gerufen wurde, hat sich zum bedeutendsten internationalen Eishockey-Klubturnier entwickelt. 92 verschiedene Mannschaften aus nicht weniger als 18 Nationen sind in der Spengler-Cup-Geschichte einer Einladung nach Davos gefolgt. 23 Namen zieren die Siegerliste. Im Durchschnitt haben in den letzten Jahren jeweils rund 7000 Zuschauer jede der elf Partien im Davoser Eispalast verfolgt. Der Spengler-Cup präsentiert sich heute als ideale Mischung aus Sport auf Weltklasseniveau und Show - genau das, was sich das Publikum im Weihnachtsurlaub wünscht. Den sportlichen Stellenwert des Turniers unterstreicht die Tatsache, dass die Mannschaften mit all ihren Starspielern antreten und den Cup nicht nur als bezahltes Trainingslager betrachten. Die Bereitschaft, um einen der beiden Finalplätze und danach um den Turiersieg zu kämpfen, ist unverkennbar. Und trotzdem erhalten die Spieler mehr taktischen Freiraum als in der Meisterschaft. Gerade diese Freizügigkeit lässt die Stars <<tanzen>>. In diesem speziellen Rahmen erhalten sie Gelegenheit, auch ihre individuellen Fähigkeiten voll zur Geltung zu bringen. Der Spengler-Cup besitzt deshalb seinen ganz speziellen Showcharakter, den die Massen lieben. Dank des Spengler-Cups ist Davos zwischen Weihnachten und Neujahr nicht irgendeiner der zahlreichen, praktisch ausgebuchten Ferienorte, die den Gästen ein reichhaltiges Angebot an Wintersportfreunden präsentieren. Das traditionelle internationale Eishockeyturnier verleiht in dieser Zeit dem Landwassertal eine ganz besondere Ambiance. Der Spengler-Cup sein nicht nur ein qualitativ hochstehender Sportanlass, er schaffe auch Atmosphäre, weiss Bruno Gerber. Der Davoser Kur-und Verkehrsdirektor präzisiert: "Diese Atmosphäre beinhaltet Action, Freude, Unruhe, Karnevalstimmung, Erwartung, Faszination und - wer wollte es leugnen - auch etwas deben Lärm und Jahrmarkt. Eine gute Mischung, die dem Sportabstinenzler gleichermassen schmeckt und die in vollen Zügen genossen wird."
Gerber bezeichnet das Turnier als Klassiker unter den Sportveranstaltungen. "Der Spengler-Cup gehört zur Kategorie der 24-Karäter, bei welchen sich Tradition und Qualität vereinigen. Dieser fast exklusiven Gilde der Prestigeverantstaltungen gehören das Lauberhorn- und das Hahnenkamm-Skirennen, das Formel-1-Spektakel in Monte Carlo und etwa auch etwa das noble Gstaader <Swiss Open> im Tennis an." Der Davoser Tourismuschef darf sich mit gutem Grund die Hände reiben. Der Spengler-Cup bedeutet für seinen Ort ein beträchtliches wirtschaftliches und publizistisches Potential. Für Gerber ist es aber noch mehr: "Der Spengler-Cup ist für viele Davoser auch ein Bestandteil des Selbstbewusstseins. Man freut sich in Davos auf die Galatage des Eishockeys." In Gerbers Lobeshymmne stimmt auch René Fasel ein, der Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes. Der Freiburger hat das Turnier in fast allen Funktionen ausser als Spieler erlebt."Als Kinder spielten wir zu Hause früher jeweils selber Eishockey, bis die Fernsehübertragungen aus Davos begannen. Dann bestaunten wir die Stars am Bildschirm." Später war Fasel in Davos selber im Einsatz, erst als Linesman, dann als Headschiedsrichter, als Schweizer Schiedsrichterobmann und als Präsident des Schweizerischen Eishockey-Verbandes. "Für mich ist der Spengler-Cup das internationale Klubturnier schlechthin", bemerkt er."Kein anderes kann einen derart idealen Rahmen anbieten: in der Regel genügend Schnee, strahlende Berge, einen gewaltigen Zuschaueraufmarsch und eine einmalige Ambiance."
Der Spengler-Cup wurde 1923 erstmals ausgetragen. Das Turnier traf damals in einer Zeit allgemeiner Sportbegeisterung und -entfaltung, die in der Erlösung vom schrecklichen Kriegsgeschehen doppelte Nahrung fand, auf fruchtbaren Boden. Der Davoser Arzt Dr. med Carl Spengler - Sohn von Dr. Alexander Spengler, welcher den Grundstein für den Kurort Davos gelegt hatte - war ein begeisterter Anhänger des 1921 gegründeten HC Davos. Im Bestreben, seinen Klub zu unterstützen, gleichzeitig aber auch mit sportlicher Kontaktaufnahme die durch den Ersten Weltkrieg verfeindeten Nationen wieder zusammenführten, stiftete er auf Weihnachten 1923 einen Wandbecher. Er wollte damit, so heisst es in der Stiftungsurkunde, den einst feindlichen Nationen Gelegenheit bieten, im friedlichen Kampf ihre Kräfte zu messen und sich kameradschaftlich die Hand zu reichen. Am ersten Spengler-Cup-Turnier beteiligten sich neben dem Sieger Oxford mit dem Berliner SC, dem Wiener EV, dem HC Davos und Cambridge University vier weitere Mannschaften. Sie bildeten in dieser Reihenfolge die Schlussrangliste. Nicht weniger als 15 Teams trafen im folgenden Jahr zur zweiten Austragung an. Den Siegerpokal nahm der Captain des Berliner SC nach dem Finalsieg gegen den HCD, der zuvor den Titelverteidiger Oxford mit 3:2 eliminiert hatte, in Empfang. Mit diesem sowohl zahlenmässigen als auch qualitativ stark besetzten Turnier wurde Davos auf einen Schlag zum Eishockeyzentrum Europas. Der jeweilige Spengler-Cup wurde während langer Zeit als ungekrönte Europameister, der Pokal entsprechend seinem Wert als Trophäe dem berühmten Davis-Cup der Tennisspieler gleichgestellt.
1927 feierte der HCD mit einem 3:2-Finalerfolg über Berlin den ersten seiner insgesamt zehn Spengler-Cup-Erfolge. In die Annalen ging auch das Endspiel zwischen dem LTC Praha und Oxford University im Jahr 1932 ein. Es blieb selbst nach der Verlängerung torlos, worauf beide Mannschaften zum Turniersieger erklärt wurden. Tore blieben auch im nächsten Final Mangelware. Ein Treffer Bibi Torrianis entschied den Match zwischen dem HCD und Rapid Paris zugunsten des Platzklubs. Noch heisser umstritten war 1935 die Turnierentscheidung. Die Diavoli Rossi Neri gelangten auf höchst fragwürdige Art zu ihrem 2:1. Ein Mailänder bugsierte den Davoser Torhüter Hugo Müller in dessen Gehäuse und damit auch die Scheibe, welche der Goalie in der Hand hielt. Zur Überraschung der Gastgeber anerkannte der Schiedsrichter den Treffer. Dieser Entscheid erboste einige Zuschauer dermassen, das es auf den Rängen zu gewalttätigen Ausschreitungen mit Boxeinlagen kam. Erst bei der 15. Auflage des Turniers sicherte sich der LTC Praha zwei Jahre später dank eines 2:1 in der Verlängerung gegen den HCD die erste Spengler-Cup-Trophäe defininitiv. Der zweite, von der Landschaft Davos gestiftete Pokal hätte 1943 eigentlich dem HCD zugestanden. Nachdem das Turnier wegen des Zweiten Weltkrieges 1939 und 1949 nicht durchgeführt worden war, setzten sich die Gastgeber gleich dreimal in Serie durch. Die Davoser gaben die Trophäe aber ins Turnier zurück, weil sich wegen des Krieges 1942 und 1944 nur Schweizer Mannschaften beteiligten. So ging 1948 nach einem klassischen Hattrick des LTC Praha auch der zweite Pokal endgültig nach Osteuropa. Den Tschechen taten es 1961 nach einer Triplette die Frankokanadier des ACBB Paris gleich. Jenes Turnier bedeutete in der Spengler-Cup-Geschichte auch einen Meilenstein, weil es via Eurovision erstmals in sechs Länder übertragen wurde. Vier Jahre vorher hatten nur das Radio und die Zeitungen vom sensationellen 5:2-Finalsieg des HCD mit einem hervorragenden Werner Bassani im Tor über die hoch eingestuften Tschechen von Ruda Hvezda Brünn berichtet.
Mit dem sportlichen Niedergang des HC Davos schlitterte ab den sechziger Jahren auch der Spengler-Cup in eine Krise. Daran konnte selbst der Einbezug der führenden Eishockeymacht, von sowjetischen Mannschaften, nichts ändern. Mit Lokomotive Moskau betraten 1967 erstmals russische Spieler das Davoser Eis. Dank eines klaren 8:4 über die Kingston Aces aus Kanada gewannen sie das Turnier auf Anhieb. In der Folge zählten während Jahren die Duelle zwischen sowjetischen und den tschechoslowakischen Mannschaften zu den absoluten Höhepunkten. Slovan Bratislava gewann 1974 den vierten Spengler-Cup-Pokal definitiv. Kläglich scheiterte anschliessend ein primär vom Schweizerischen Eishockey-Verband auferlegter Beschluss, das einst berühmte Klub- in ein Nationenturnier mit vorwiegend zweitklassigen Nationalmannschaften umzuwandeln. Als Fiasko endete die Jubiläumsveranstaltung, die 50. Auflage. Die Zuschauerzahl ging 1976 um 24 Prozent zurück. Ab 1980 liess die Rückkehr zur bewährten Klubformel mit Spitzenmannschaften aus den führenden europäischen Eishockeynationen und der Teilnahme des mit zusätzlichen Spielern aus anderen Klubs verstärkten HC Davos das Interesse am Spengler-Cup in neue Rekordhöhen schnellen. Der Zuschaueraufmarsch auch der Komfort in der neuen, geschlossenen Eissporthalle aus. Als geschickter Schachzug des damaligen OK-Präsidenten Fredy Gfeller erwies sich ab 1985 die Verpflichtung einer kanadischen Auswahlmannschaft. Mit ihrem sprichwörtlichen Kampfgeist, ihrem generösem Engagement auf dem Eis und ihrem Nie-Aufgeben spielten sich die Überseer sofort in die Herzen der Zuschauer. Das Teilnehmerfeld wurde ausgeglichener, der Kampf um den Turniersieg spannender. Mit einem 8:3 im Final gegen die Kanadier gewann Spartak Moskau 1990 den Spengler-Cup zum fünftenmal und damit auch den fünften Pokal in der Turniergeschichte endgültig. In den neunziger Jahren veränderte sich der Spengler-Cup unter der neuen Leitung von Fredi Pargätzi vor allem im Umfeld. Die Vermarktung des populären Turniers wurde professioneller angepackt, der Pflege der Sponsoren gebührend Platz eingeräumt. Der Umsatz nahm neue Grössenordnungn an. Der höhere Gewinn war ein wichtiger Bestandteil für die Rückkehr des HC Davos in die oberste Schweizer Spielklasse. Für die HCD-Klubkasse bildet der Spengler-Cup, der 1994 mit 80 670 Besuchern für die elf Partien einen absoluten Zuschauerrekord verzeichnete, generell ein bedeutendes Standbein. Im sportlichen Bereich bemühte sich Pargätzi wie sein Vorgänger erfolgreich um Mannschaften aus den führenden Eishockeynationen. Der Aufschwung der Skandinavier kam auch in Davos zu Geltung. Als erste schwedische Mannschaft feierte 1993 und 1994 den Turniersieg. Beide Male setzte es sich im Endspiel gegen den verstärkten HC Davos im Schlussdrittel entscheidend durch. Den definitiven Besitz des sechsten Pokals sicherte sich aber das Team Canada am 31. Dezember 1995 mit einem 3:0 über den russischen Spitzenklub Lada Togliatti.
Besondere Publikumsmagnete sind am Spengler-Cup klingende Namen aus dem Welteishockey sowohl an der Bande als auch auf dem Spielfeld. Der renommierteste aller Trainer, Viktor Tichonow, gewann das Turnier in Davos 1991 mit "seinem" ZSKA Moskau. Neunmal führte "Väterchen Tichonow" die Sowjetunion beziehungsweise Russland zu Weltmeisterehren, dreimal gewannen seine Schützlinge Olympiagold und einmal den Canada-Cup. Ab 1977 machte der ZSKA Moskau zum Serien-Landesmeister und - Europacupsieger."Der Spengler-Cup ist bei uns zu Hause bekannt und berühmt. Für ZSKA Moskau und mich persönlich ist die Teilnahme an diesem Turnier mit viel Prestige verbunden", freute sich Tichonow nach dem 5:2-Finalsieg über den HC Lugano. Bekannte Trainer führten auch Spartak Moskau zu seinen Triumphen in Davos. Den ersten feierte das Team 1980 unter dem ehemaligen Nationalcoach Boris Kulagin. Der Chef versprach schon vor dem ersten Auftritt "qualitativ hochstehende Spiele. Die Eishockeyfreunde in der Schweiz werden unsere Auftritte mit besonderem Interesse verfolgen." Kulagin unds sein Team hielten Wort. Einzig das tschechoslowakische Vitkovice trotzte den Russen ein 0:0 ab; es war das erste torlose Unentschieden am Spengler-Cup seit 48 Jahren. Mit einer makellosen Bilanz gewann Spartak Moskau das 1985er Turnier unter der Leitung von Boris Majorow, der sich als Aktiver in insgesamt 169 Länderspielen als sechsfacher Weltmeister und zweimaliger Olympiasieger für die Sowjetunion vedient gemacht hatte. 1989 und 1990 dirigierte ein anderer früherer Weltklasse-Flügelstürmer das Spartak-Orchester: Alexander Jukaschew."Gute Stürmer gehören bei Spartak Moskau zur Tradition", begründete er das Offensivspektakel seiner Schützlinge.
Unter die prominenten Spengler-Cup-Coaches reihte sich auch Conny Evensson mit Färjestad ein. Zweimal wurde der Schwede mit seinem Nationalteam Weltmeister (1991 und 1992).
Und je zweimal gewann er mit Färjestad die schwedische und mit Kloten die Schweizer Meisterschaft, ehe er 1994 sein Palmarès einen Turniersieg in Davos hinzufügte."Wir haben dem denkbaren Spengler-Cup Publikum eine gute Eishockeyshow geboten und uns gleichzeitig perfekt auf den zweiten Teil der schwedischen Meisterschaft vorbereitet", stellte der "Meistermacher" vor der Abreise in seine Heimat zufrieden fest. Den Ruf als "Mister Spengler-Cup" erwarb sich in der Trainergilde der Kanadier Andy Murray. Fünfmal betreute er das Team Canada (1984, 1986, 1987, 1992 und 1995), und bei jeder dieser Turnierteilnahmen verliessen die Überseer Davos als Pokalgewinner. Für Murray besitzt der Spengler-Cup einen hohen Stellenwert: "Ich habe den Stanley-Cup-Final und Weltmeisterschaften erlebt, doch bezüglich Atmosphäre und Umfeld übertrifft das Davoser Turnier alles." Entsprechend gewissenhaft stellte der Trainer seine Schützlinge jeweils auf den Spengler-Cup ein. Das totale Engagement zählte stets zu den Trümpfen des Team Canada. "Jeder ist stolz, wenn er das kanadische Nationaltrikot tragen darf, und jeder will mit einer optimalen Leistung dem kanadischen Eishockey helfen", begründete der Coach den unbändigen Kampfgeist seiner Spieler.
Sehr lange ist die Liste der herausragenden Akteure, welche am Spengler-Cup ihre Stöcke kreuzten. Zum Siegerteam zählten 1963 zum Beispiel Ludec Bukac und Stanislav Nevesely. Und bei Slowan Bratislawa war 1973 Vaclav Nedomansky die überragende Erscheinung. Dukla Jilhava brachte später die halbe tschechoslowakische Nationalmannschaft nach Davos. Fast nur aus deutschen Nationalspielern bestanden der SB Rosenheim (1985) und Hedos München (1992) am Spengler-Cup. Die ersten ganz grossen russischen Spieler waren in Davos 1983 Verteidiger Waleri Wassiliew und Stürmer Alexander Malzew. Beide bestritten am Spengler-Cup mit Dynamo Moskau ihr letztes internationales Turnier. "Wir spielen unser eigenes Spiel, was die Gegner tun, interessiert uns nicht besonders", gaben sich die beiden Altstars veschlossen. Mit der Öffnung des sowjetischen Eishockeymarktes und bald darauf auch den politischen Veränderungen im Ostblock eröffnete der Spengler-Cup den Spielern neue Perspektiven: In Davos erhielten sie Gelgenheit, ihr Können einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und sich damit westlichen Klubs zu empfehlen. Zahlreiche russische Akteure, welche das Spengler-Cup-Publikum entzückten, verdienten später harte Dollars in der National Hockey League.
Am meisten Aufmerksamkeit zogen allerdings am Davoser Turnier zwei auf sich, welche dem HC Fribourg-Gottéron und damit der Schweizer Nationaliga gegenüber der viel hektischeren NHL den Vorzug gaben: Wjatscheslaw "Slawa" Bykow und Andrej Chomutow. Die beiden russischen Stürmerstars führten als Verstärkungen den HC Davos 1993 und 1994 in den Spengler-Cup-Final. Bykow demonstrierte auch im Davoserdress seine unnachahmliche Spielintelligenz und Übersicht, während Chomutow als eiskalter Vollstrecker vor dem gegnerischen Tor brillierte. 1994 erhielten die beiden Weltklassestürmer Unterstützung von ihrem Landsmann Dimitir Juschkewitsch. Der junge Verteidiger der Philadelphia Flyers nutzte einen langen Streik in der NHL zu einem Abstecher und beeindruckenden Vorstellungen in Davos. Zu einem Publikumsliebling entwickelte sich rasch auch Färjestads Hakan Loob. Der linke Flügelstürmer erlebte seine Spengler-Cup-Premiere 1980 als Nachwuchsstürmer. Neun Jahre später kehrte er als Stanley-Cup-Sieger nach Davos zurück. Zwischendurch hatte der schlittschuhläuferisch und stocktechnisch brillante linke Flügel im Stahlbad der NHL 523 Partien bestritten und dabei 483 Skorerpunkte gebucht. Wie Bykow und Chomutow riss Loob die Zuschauer im Davoser Eisdom buchstäblich von den Sitzen. Nichts aussergewöhliches war hingegen im Team von Färjestad seine Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft. Die Truppe aus Karlstad präsentierte am Spengler-Cup jeweils eine ganze Reihe von Internationalen. Zu diesem gehörten unter anderem die Weltmeister Tommy Samuelsson; Thomas Rundquist und Bengt-Ake Gustafsson. Im Gegensatz zu Färjestad taten sich die hochkarätigen finnischen Vertreter in Davos regelmässig schwer. Bei Jokerit Helsinki verfügte 1993 mehr als die Hälfte aller Stammspieler über Länderspielerfahrung. Trotzdem kam es nicht über den letzten Platz hinaus. Das Turnier erwies sich dennoch als wertvolle Vorbereitung für den weiteren Meisterschaftsverlauf. Drei Monate später gewann Jokerit den finnischen Titel und in der folgenden Saison den Europacup. Währenddessen spielte IFK Helsinki mit langjährigen Internationalen wie Simo Saarinen, Pertti Lehtinen, Pekka Tuomisto und Irio Järvi am Spengler-Cup. Viele Vorschusslorbeeren brachten zudem die talentierten Sämi Kapanen und Ville Peltronen nach Davos.
Beide zählten im folgenden Mai zu den Teamstützen, als Finnland erstmals Weltmeister wurde. Darauf folgte das Duo dem Ruf der NHL. Der Einladung nach Davos leistete 1995 hingegen ein anderer Weltmeister Folge: Finnlands Captain Timo Jutila. Der Verteidiger setzte die Reihe prominenter Spengler-Cup-Verstärkungen des HCD fort, zu denen zum Beispiel 1984 der Tschechoslowake Milan Novy und 1989 der Schwede Kent Nilsson gehört hatten.
Treffpunkt Weltklasse-Goalies
Oft präsentierte sich der Spengler-Cup als Treffpunkt von Weltklasse-Torhütern. Auf dem Davoser Eis "hexten" Goalies wie der tschechoslowakische Weltmeister Jiri Kralik oder die Deutschen Sigi Suttner, Matthias Hoppe und Karl Friesen. 1987 begeisterte das Fernduell zwischen Färjestads Pekka Lindmark und Pardubices Dominik Hasek. Der Tschechoslowake schaffte später in der NHL genauso den Durchbruch unter die ganz grossen seines Fachs wie Ed Belfour, der 1989 in Davos das Gehäuse des Team Canada hütete. Kostproben ihrer Sonderklasse gaben in Davos unter vielen andern auch aptain Timo Jutila. Der Verteidiger setzte die Reihe prominenter Spengler-Cup-Verstärkungen des HCD fort, zu denen zum Beispiel 1984 der Tschechoslowake Milan Novy und 1989 der Schwede Kent Nilsson gehört hatten. |