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Spengler Cup - Stars und Torhüterdramen
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"Väterchen" Viktor Tichonow triumphiert mit seinem ZSKA Moskau. |
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Andy Murray mit dem Pokal für seinen fünften Turniersieg, flankiert von Stephan Lebeau (links) und Brian Tutt. |
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Andrej Chomutov umkurvt Tommy Samuelsson. |
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Gerd Trunschka hält Slava Bykow zurück. |
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Pekka Lindmark (links) lässt sich von Bob Mongrain nicht beunruhigen. |
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Torhüter Dominik Hasek bedeutet für die Pardubice-Abwehr einen sicheren Rückhalt. |
Besondere Publikumsmagnete sind am Speng¬ler-Cup klingende Namen aus dem Welteishockey-sowohl an der Bande als auch auf dem Spielfeld. Der renommierteste aller Trainer, Viktor Tichonow, gewann das Turnier in Davos 1991 mit «seinem» ZSKA Moskau. Neunmal führte «Väterchen Tichonow» die Sowjetunion beziehungsweise Russland zu Weltmeisterehren, dreimal gewannen seine Schützlinge Olympiagold und einmal den Canada-Cup. Ab 1977 machte er ZSKA Moskau zum Serien-Landesmeister und -Europacupsieger. «Der Spengler-Cup ist bei uns zu Hause bekannt und berühmt. Für ZSKA und mich persönlich ist die Teilnahme an diesem Turnier mit viel Prestige verbunden», freute sich Tichonow nach dem 5:2-Finalsieg über den HC Lugano. Bekannte Trainer führten auch Spartak Moskau zu seinen Triumphen in Davos. Den ersten feierte das Team 1980 unter dem ehemaligen Nationalcoach Boris Kulagin. Der Chef versprach schon vor dem ersten Auftritt « qualitativ hochstehende Spiele. Die Eishockeyfreunde in der Schweiz werden unsere Auftritte mit besonderem Interesse verfolgen.» Kulagin und sein Team hielten Wort. Einzig das tschechoslo-wakische Vitkovice trotzte den Russen ein 0:0 ab; es war das erste torlose Unentschieden am Spengler-Cup seit 48 Jahren. Mit einer makellosen Bilanz gewann Spartak Moskau das 1985er Turnier unter der Leitung von Boris Majorow, der sich als Aktiver in insgesamt 169 Länderspielen als sechsfacher Weltmeister und zwei¬maliger Olympiasieger für die Sowjetunion verdient gemacht hatte. 1989 und 1990 dirigierte ein anderer früherer Weltklasse-Flügelstürmer das Spartak-Orchester: Alexander Jakuschew. «Gute Stürmer gehören bei Spartak Moskau zur Tradition», begründete er das Offensivspektakel seiner Schützlinge. Unter die prominenten Spengler-Cup-Coaches reihte sich auch Conny Evensson mit Färjestad ein. Zweimal wurde der Schwede mit seinem Nationalteam Weltmeister (1991 und 1992). Und je zweimal gewann er mit Färjestad die schwedische und mit Kloten die Schweizer Meisterschaft, ehe er 1994 seinem Palmares einen Turniersieg in Davos hinzufügte. «Wir haben dem dankbaren Spengler-Cup-Publikum eine gute Eishockeyshow geboten und uns gleichzeitig perfekt auf den zweiten Teil der schwedischen Meisterschaft vorbereitet», stellte der «Meistermacher» vor der Abreise in seine Heimat zufrieden fest. Den Ruf als «Mister Spengler-Cup» erwarb sich in der Trainergilde der Kanadier Andy Murray. Fünfmal betreute er das Team Canaria (1984, 1986, 1987, 1992 und 1995), und bei jeder dieser Turnierteilnahmen verliessen die Überseer Davos als Pokalgewinner. Für Murray besitzt der Spengler-Cup einen hohen Stellenwert: «Ich habe den Stanley-Cup-Final und Weltmeisterschaften erlebt, doch bezüglich Atmosphäre und Umfeld übertrifft das Davoser Turnier alles.» Entsprechend gewissenhaft stellte der Trainer seine Schützlinge jeweils auf den Spengler-Cup ein. Das totale Engagement zählte stets zu den Trümpfen des Team Canada. «Jeder ist stolz, wenn er das kanadische Nationaltrikot tragen darf, und jeder will mit einer optimalen Leistung dem kanadischen Eishockey helfen», begründete der Coach den unbändigen Kampfgeist seiner Spieler. Sehr lang ist die Liste herausragender Akteure, welche am Spengler-Cup ihre Stöcke kreuzten. Zum Siegerteam von Spartak Prag zählten 1963 zum Beispiel Ludec Bukac und Stanislav Nevessely. Und bei Slovan Bratislava war 1973 Vaclav Nedomansky die überragende Erscheinung. Dukla Jihlava brachte später die halbe tsche¬choslowakische Nationalmannschaft nach Davos. Fast nur aus deutschen Nationalspielern bestanden der SB Rosenheim (1985) und Hedos München (1992) am Spengler-Cup. Die ersten ganz grossen russischen Spieler waren in Davos 1983 Verteidiger Waleri Wassiljew und Stürmer Alexander Malzew. Beide bestritten am Spengler-Cup mit Dynamo Moskau ihr letztes internationales Turnier. «Wir spielen unser eigenes Spiel, was die Gegner tun, interessiert uns nicht besonders», gaben sich die beiden Altstars verschlossen. Mit der Öffnung des sowjetischen Eishockeymarktes und bald darauf auch den politischen Veränderungen im Ostblock eröff¬nete der Spengler-Cup den Spielern neue Perspektiven: In Davos erhielten sie Gelegenheit, ihr Können einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und sich damit westlichen Klubs zu empfehlen. Zahlreiche russische Akteure, welche das Spengler-Cup-Publikum entzückten, verdienten später harte Dollars in der National Hockey League.
Russische Superstars
Am meisten Aufmerksamkeit zogen allerdings am Davoser Turnier zwei auf sich, welche dem HC Fribourg-Gotteron und damit der Schweizer Nationalliga gegenüber der viel hektischeren NHL den Vorzug gaben: Wjatscheslaw «Slawa» Bykow und Andrej Chomutow. Die beiden russischen Stürmerstars führten als Verstärkungen den HC Davos 1993 und 1994 in den Spengler-Cup-Final. Bykow demonstrierte auch im Davoserdress seine unnachahmliche Spielintelligenz und Übersicht, während Chomutow als eiskalter Vollstrecker vor dem gegnerischen Tor brillierte. 1994 erhielten die beiden Weltklassestürmer Unterstützung von ihrem Landsmann Dimitri Juschkewitsch. Der junge Verteidiger der Phi¬ladelphia Flyers nutzte einen langen Streik in der NHL zu einem Abstecher und beein¬druckenden Vorstellungen in Davos. Zu einem Publikumsliebling entwickelte sich rasch auch Färjestads Hakan Loob. Der linke Flügelstürmer erlebte seine Spengler-Cup-Premiere 1980 als Nachwuchsstürmer. Neun Jahre später kehrte er als Stanley-Cup-Sieger nach Davos zurück. Zwischendurch hatte der schlittschuhläuferisch und stocktechnisch brillante linke Flügel im Stahlbad der NHL 523 Partien bestritten und dabei 483 Skorerpunkte gebucht. Wie Bykow und Chomutow riss Loob die Zuschauer im Davoser Eisdom buchstäblich von den Sitzen. Nichts Aussergewöhnliches war hingegen im Team von Färjestad seine Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft. Die Truppe aus Karlstad präsentierte am Spengler-Cup jeweils eine ganze Reihe von Internationalen. Zu diesen gehörten unter andern die Weltmeister Tommy Samuelsson, Thomas Rundgeist und Bengt-Ake Gustafsson. Im Gegensatz zu Färjestad taten sich die hochkarätigen finnischen Vertreter in Davos regelmässig schwer. Bei Jokerit Helsinki verfügte 1993 mehr als die Hälfte aller Stammspieler über Länderspielerfahrung. Trotzdem kam es am Spengler-Cup nicht über den letzten Platz hinaus. Das Turnier erwies sich für die Finnen dennoch als wertvolle Vorbereitung für den weiteren Meisterschaftsverlauf. Drei Monate später gewann Jokerit den finnischen Titel und an der folgenden Saison den Europacup. Währenddessen spielte IFK Helsinki mit langjährigen Internationalen wie Simo Saarinen, Pertti Lehtinen, Pekka Tuomisto und Irio Järvi am Spengler-Cup. Viele Vorschusslorbeeren brachten zudem die talentierten Sami Kapauen und Ville Peltonen nach Davos. Beide zählten im folgenden Mai zu den Teamstützen, als Finnland erstmals Weltmeister wurde. Darauf folgte das Duo dem Ruf der NHL. Der Einladung nach Davos leistete 1995 hingegen ein anderer Weltmeister Folge: Finnlands Captain Timo Jutila. Der Verteidiger setzte die Reihe prominenter Spengler-Cup-Verstärkungen des HCD fort, zu denen zum Beispiel 1984 der Tschechoslowake Milan Novy und 1989 der Schwede Kent Nilsson gehört hatten.
Treffpunkt der Weltklasse-Goalies
Oft präsentierte sich der Spengler-Cup als Treff¬punkt von Weltklasse-Torhütern. Auf dem Da¬voser Eis «hexten» Goalies wie der tschechoslo¬wakische Weltmeister Jiri Kralik oder die Deutschen Sigi Suttner, Matthias Hoppe und Karl Friesen. 1987 begeisterte das Fernduell zwischen Färjestads Pekka Lindmark und Pardubices Dominik Hasek. Der Tschechoslowake schaffte später in der NHL genauso den Durch¬bruch unter die ganz Grossen seines Fachs wie Ed Belfour, der 1989 in Davos das Gehäuse des Team Canada hütete. Kostproben ihrer Sonderklasse gaben in Davos unter vielen andern auch der Schwede Anders Bergmann, der Russe Alexej Marijn sowie die Finnen Ari Sulander, Sakari Lindfors und Markus Ketterer. Gesprächsstoff lieferten die Schlussmänner nicht nur mit ihren Abwehrparaden, sondern auch mit Verletzungsdramen. Gleich vier Torhüter verbrauchte der HC Davos 1984 am Spengler-Cup. Gegen Chimik Woskresensk blieb Richi Bucher mit einer Oberschenkelzerrung auf dem Eis liegen. Für ihn kam Beat Ruchti ins Tor, der sich schon im Vormittagstraining eine Seitenbanddehnung am Knie zugezogen hatte und nur mit schmerzstillenden Spritzen fit gemacht werden konnte. Im folgenden Match gegen Dukla Jihlava stellte Trainer Dan Hober den Elite-Junioren-Goalie Cedric Lengacher zwischen die Pfosten. Und als der Nachwuchsspieler von Beinkrämpfen befallen wurde, kam in den Schlussminuten mit Victor Zindel gar noch die Davoser Nummer vier zum Zug. Feuerwehrübung mit Olivier Anken Eine eigentliche Feuerwehrübung musste der HC Lugano 1992 vor dem Finalspiel gegen ZSKA Moskau starten, nachdem sein Torhüter Christophe Wahl am Vorabend im letzten Gruppenspiel eine Bänderzerrung erlitten hatte. Die Tessiner schrillten am frühen Morgen per Telefon Olivier Anken in Biel aus dem Bett. Der 153fache Schweizer Internationale packte eiligst seine Torhüterutensilien zusammen und raste darauf mit seinem Auto knapp 300 Kilometer weit nach Davos. Kurz vor dem Anpfiff traf er in der Eissporthalle ein. Nach 160 Spielsekunden nahm Anken im Tessiner Tor den Platz von Ersatzgoalie Didier Tosi ein. Trotz zahlreicher Glanzparaden konnte er aber die 2:5-Niederlage gegen ZSKA Moskau nicht verhin¬dern. Dennoch stufte Anken seinen Spengler¬Cup-Blitzeinsatz hoch ein: Einmal im Leben im Final eines so grossen Turniers zu spielen sei für ihn schon ein besonderer Meilenstein. |
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| Last Game |
| 06.03.2010 | Info | Rapperswil-Jona - Davos 2 : 5 | |
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| Next Game |
| Do. 11.03.10 | Kloten - Davos
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| nächste Carfahrt |
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| Tabelle |
| 1. | Bern | 50 | 102 | | 2. | Genf-Servette | 50 | 101 | | 3. | Zug | 50 | 98 | | 4. | Davos | 50 | 96 | | 5. | Kloten-Flyers | 50 | 87 | | 6. | ZSC Lions | 50 | 84 | | 7. | Fribourg | 50 | 68 | | 8. | Lugano | 50 | 67 |
| | 9. | Biel | 50 | 59 | | 10. | Rapperswil | 50 | 54 | | 11. | Langnau | 50 | 51 | | 12. | Ambri | 50 | 33 | |
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| Topscorer |
Guggisberg
 42 Punkte (20/22) | |
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| Strafenkönig |
Joggi
 131 Sftrafminuten | |
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| Impressions |
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